Biografie
Graham Hill wurde am 15. Februar 1929 in Hampstead in London geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Ingenieur, leistete Wehrdienst bei der Royal Navy und ruderte von 1952 bis 1954 für den London Rowing Club. Sein erstes Rennen fuhr er mit 25 Jahren in der Formel 3. Bei Lotus begann er als Mechaniker, 1958 debütierte er für das Team beim Grand Prix von Monaco und fiel dort mit einem Defekt an einer Antriebswelle aus.
1960 wechselte er zu BRM und stand beim Grand Prix der Niederlande erstmals auf dem Podium. 1962 gewann er dort auch sein erstes Rennen, entschied in dieser Saison insgesamt vier Grands Prix für sich und wurde erstmals Weltmeister. 1963, 1964 und 1965 belegte er jeweils Platz zwei der Weltmeisterschaft, 1964 fehlte ihm ein Punkt auf John Surtees. Nach einer sieglosen Formel-1-Saison 1966 kehrte er 1967 zu Lotus zurück und half bei der Entwicklung des Lotus 49 mit dem neuen Cosworth-Motor. Nach dem Tod seines Teamkollegen Jim Clark Anfang 1968 führte er das Team an und sicherte sich beim Saisonfinale gegen Jackie Stewart seinen zweiten Titel.
1969 gewann er zum fünften Mal den Grand Prix von Monaco. Er trug den Spitznamen "Mr. Monaco". Beim Grand Prix der USA verunglückte er schwer, die Saison war damit für ihn vorzeitig beendet. 1970 fuhr er einen Lotus im Team von Rob Walker, 1971 und 1972 für Brabham. In Silverstone gewann er 1971 das Rennen um die International Trophy, das nicht zur Weltmeisterschaft zählte. Ab 1973 trat er mit seinem eigenen Team Embassy Hill an, zunächst mit Chassis von Shadow und Lola, 1975 mit einer eigenen Konstruktion. Nachdem er sich 1975 nicht für den Grand Prix von Monaco qualifiziert hatte, beendete er seine Karriere als Fahrer. In der Formel 1 ging er bei 176 Rennen an den Start, gewann 14 davon, holte 13 Pole-Positions und kam 36 Mal aufs Podium.
Außerhalb der Formel 1 gewann er 1966 das Indianapolis 500 und 1972 mit Henri Pescarolo in einem Matra die 24 Stunden von Le Mans. Damit vollendete er als erster Fahrer die Triple Crown des Motorsports. Am 29. November 1975 kam Hill ums Leben, als das Flugzeug, das er selbst steuerte, im Norden Londons abstürzte. Auf dem Rückweg von Testfahrten in Frankreich starben auch fünf Mitglieder seines Teams, darunter der Fahrer Tony Brise. Sein Sohn Damon wurde 1996 Weltmeister, die beiden sind das erste Vater-Sohn-Paar mit WM-Titeln. 1990 wurde Hill in die International Motorsports Hall of Fame aufgenommen.
Quoten
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Saison für Saison
1962: Siege 4 · Podien 6 · Starts 9
- 1R1 NiederlandeZandvoortvon Startplatz 2BRMAnalyse →
- 1R6 DeutschlandNürburgringvon Startplatz 2BRMAnalyse →
- 1R7 ItalienMonzavon Startplatz 2BRMAnalyse →
- 1R9 SüdafrikaPrince Georgevon Startplatz 2BRMAnalyse →
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Monaco5 Siege7 Podien2 Pole-Positions
- Watkins Glen3 Siege6 Podien3 Pole-Positions
- Nürburgring1 Siege4 Podien0 Pole-Positions
- Zandvoort1 Siege3 Podien2 Pole-Positions
- Prince George1 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Monza1 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Jarama1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Hermanos Rodríguez1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
Teamduell 1975
HIL : STOStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.