Biografie
Jochen Rindt wurde am 18. April 1942 in Mainz geboren, wuchs aber in Graz auf und fuhr seine gesamte Laufbahn mit österreichischer Lizenz. Ab 1961 nahm er an Rennen teil, feierte mit einem Alfa Romeo GT 1300 mehrere Siege und wechselte 1963 in die Formel Junior. In der Formel 2 kam er auf insgesamt 29 Siege. 1964 gewann er auf dem Crystal Palace die London Trophy vor Graham Hill und machte damit international auf sich aufmerksam. 1965 siegte er zusammen mit Masten Gregory in einem Ferrari 250LM des North American Racing Team bei den 24 Stunden von Le Mans.
Sein Formel-1-Debüt gab Rindt 1964 beim Großen Preis von Österreich in einem Brabham, schied aber mit gebrochener Lenksäule aus. Von 1965 bis 1967 fuhr er für Cooper. Das frühere Spitzenteam tat sich 1965 schwer. 1966 qualifizierte sich Rindt beim Großen Preis von Belgien als Zweiter und erreichte dort sein erstes Podium; am Saisonende war er WM-Dritter. 1967 kam er zweimal als Vierter ins Ziel und belegte den zwölften WM-Rang. 1968 wechselte er zu Brabham, doch der Repco-Motor war gegen den Cosworth DFV nicht konkurrenzfähig. Rindt kam nur zweimal ins Ziel, beide Male als Dritter, und wurde WM-Zwölfter.
1969 ging er zu Lotus. Beim Großen Preis von Italien startete er von der Pole-Position und verlor den Sieg im Vierkampf um nur acht Hundertstelsekunden an Jackie Stewart. Seinen ersten Grand-Prix-Sieg holte er in Watkins Glen und wurde WM-Vierter. 1970 gewann er in Monaco mit dem älteren Lotus 49, weil Jack Brabham in der letzten Kurve des Rennens einen Fehler machte. In den Niederlanden siegte er erstmals im neuen Lotus 72; in diesem Rennen verunglückte sein Freund Piers Courage tödlich. Es folgten Siege in Frankreich, Großbritannien und Deutschland, wo das Rennen nach Sicherheitsforderungen der Fahrervereinigung GPDA, die dabei unter anderem von Rindt vertreten wurde, in Hockenheim statt auf dem Nürburgring stattfand.
Am 5. September 1970 verunglückte Rindt im Training zum Großen Preis von Italien in Monza tödlich. Jacky Ickx kam in den verbleibenden Rennen nicht mehr an ihn heran, sodass Rindt als einziger Fahrer posthum Weltmeister wurde. Er bestritt 60 Rennen und erzielte sechs Siege, 13 Podiumsplätze und zehn Pole-Positions. Gemeinsam mit Stewart setzte er sich für mehr Sicherheit im Rennsport ein. Auf dem Red Bull Ring trägt die vorletzte Kurve seinen Namen.
Quoten
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Saison für Saison
1970: Siege 5 · Podien 5 · Starts 9
- 1R3 MonacoMonacovon Startplatz 8LotusAnalyse →
- 1R5 Niederlande · PoleZandvoortvon Startplatz 1LotusAnalyse →
- 1R6 FrankreichCharadevon Startplatz 6LotusAnalyse →
- 1R7 Großbritannien · PoleBrands Hatchvon Startplatz 1LotusAnalyse →
- 1R8 DeutschlandHockenheimringvon Startplatz 2LotusAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Watkins Glen1 Siege2 Podien1 Pole-Positions
- Zandvoort1 Siege1 Podien2 Pole-Positions
- Brands Hatch1 Siege1 Podien1 Pole-Positions
- Monaco1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Charade1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Hockenheimring1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Nürburgring0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Monza0 Siege1 Podien1 Pole-Positions
Teamduell 1970
RIN : MILStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.