Biografie
Dan Gurney wurde am 13. April 1931 in Port Jefferson geboren. Als Jugendlicher zog er mit seiner Familie nach Riverside in Kalifornien und kam dort mit der Hot-Rod-Szene in Kontakt. Mit 19 Jahren baute er ein Auto, mit dem er auf den Bonneville Salt Flats 222 km/h erreichte. Er bestritt als Amateur Drag-Racing- und Sportwagenrennen und diente im Koreakrieg zwei Jahre als Artilleriemechaniker in der US Army. 1957 wurde er beim ersten Riverside Grand Prix Zweiter hinter Carroll Shelby. Damit wurde Luigi Chinetti auf ihn aufmerksam und vermittelte ihm 1958 einen Start bei den 24 Stunden von Le Mans.
1959 debütierte Gurney für Ferrari in der Formel 1 und stand in vier Rennen zweimal auf dem Podium. Er beendete die WM auf Rang sieben. 1960 fuhr er für BRM und kam nicht in die WM-Wertung. Bei Porsche wurde er 1961 WM-Vierter. Im Jahr darauf gewann er den Großen Preis von Frankreich in Rouen, es blieb der einzige Grand-Prix-Sieg von Porsche als Konstrukteur. Danach zog sich Porsche aus der Formel 1 zurück.
1963 wechselte Gurney zu Brabham und blieb dort bis 1965. 1964 gewann er zwei Rennen, 1965 wurde er erneut WM-Vierter. Gemeinsam mit Carroll Shelby gründete er das Team All American Racers. Ab 1966 trat er mit dem Eagle in der Formel 1 an. Am 18. Juni 1967 gewann Gurney im Eagle mit Weslake-V12-Motor den Großen Preis von Belgien. Damit hatte er für drei verschiedene Hersteller jeweils den ersten Grand-Prix-Sieg errungen: Porsche, Brabham und Eagle. Eine Woche zuvor hatte er mit A. J. Foyt die 24 Stunden von Le Mans gewonnen und dabei auf dem Podium Champagner verspritzt, was zum festen Brauch im Motorsport wurde. 1968 fuhr er für Brabham, Eagle und McLaren. 1969 trat er in der Formel 1 nicht an, 1970 bestritt er nach dem Tod von Bruce McLaren drei Rennen für McLaren. Sein letztes war der Große Preis von Großbritannien.
Insgesamt startete Gurney in 86 WM-Rennen und erzielte vier Siege, drei Pole-Positions und 19 Podiumsplätze. Beim Großen Preis von Deutschland 1968 trug er als erster Formel-1-Fahrer einen Integralhelm. Außerhalb der Formel 1 wurde er 1968 und 1969 jeweils Zweiter beim Indianapolis 500 und gewann fünfmal das NASCAR-Rennen in Riverside. Ab 1970 leitete er All American Racers hauptberuflich, das Team gewann 78 Rennen, darunter das Indianapolis 500. Auf ihn geht außerdem der Gurney Flap zurück. 1990 wurde er in die International Motorsports Hall of Fame aufgenommen. Gurney starb am 14. Januar 2018 im Alter von 86 Jahren.
Quoten
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Saison für Saison
1964: Siege 2 · Podien 2 · Starts 10
- 1R4 FrankreichRouen-Les-Essartsvon Startplatz 2BrabhamAnalyse →
- 1R10 MexikoHermanos Rodríguezvon Startplatz 2BrabhamAnalyse →
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Rouen-Les-Essarts2 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Spa-Francorchamps1 Siege2 Podien1 Pole-Positions
- Hermanos Rodríguez1 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Nürburgring0 Siege2 Podien1 Pole-Positions
- Zandvoort0 Siege2 Podien1 Pole-Positions
- Monza0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Watkins Glen0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- AVUS0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
Teamduell 1970
GUR : DEAStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.