Biografie
Michele Alboreto wurde am 23. Dezember 1956 in Mailand geboren. Seine Laufbahn im Motorsport begann 1976 in der Formel Monza mit einem Auto, das er gemeinsam mit Freunden gebaut hatte. 1978 wechselte er in die Formel Italia und gewann dort Rennen, 1980 wurde er Formel-3-Europameister. 1981 fuhr er in der Formel 2 für Minardi und holte den einzigen Sieg des Teams in dieser Serie. Daneben bestritt er ab 1980 Läufe der Sportwagen-Weltmeisterschaft für Lancia.
Sein Formel-1-Debüt gab er 1981 beim Großen Preis von San Marino im Tyrrell. 1982 stand er in Imola zum ersten Mal auf dem Podium und gewann im Saisonfinale in Las Vegas seinen ersten Grand Prix. Er beendete das Jahr als WM-Achter. 1983 folgte ein Sieg in Detroit, in der Gesamtwertung wurde er Zwölfter. Danach wechselte er zu Ferrari.
Für die Scuderia fuhr er von 1984 bis 1988. Gleich in seiner ersten Saison gewann er in Zolder und war damit der erste Italiener seit Ludovico Scarfiotti 1966, der für Ferrari einen Grand Prix gewann. Er wurde WM-Vierter. 1985 siegte er in Kanada und Deutschland, führte die Wertung zeitweise an und wurde am Ende Vizeweltmeister, 20 Punkte hinter Alain Prost. In den letzten Rennen schied er mehrfach mit technischen Defekten aus. Es folgten die WM-Plätze neun (1986), sieben (1987) und fünf (1988). Beim Großen Preis von Italien 1988 wurde er hinter Gerhard Berger Zweiter, es war der einzige Saisonsieg von Ferrari. Ende 1988 verließ er das Team.
1989 fuhr er zunächst wieder für Tyrrell und wurde in Mexiko Dritter. Ab dem Großen Preis von Deutschland startete er für Larrousse und beendete das Jahr als Elfter der Weltmeisterschaft. 1990 fuhr er für Arrows, 1991 und 1992 für Footwork, 1993 für Scuderia Italia mit Lola-Chassis und 1994 für Minardi, wo ein sechster Platz in Monaco sein einziger Punkteplatz war. Ende 1994 beendete er seine Formel-1-Laufbahn mit 194 Starts, fünf Siegen, 23 Podestplätzen und zwei Pole-Positions.
Nach der Formel 1 fuhr er in der DTM für Alfa Romeo. 1996 startete er in der neu gegründeten Indy Racing League, darunter beim Indianapolis 500, wo er wegen eines Getriebeschadens ausfiel. 1997 gewann er mit Stefan Johansson und Tom Kristensen im Porsche des Teams Joest die 24 Stunden von Le Mans. 2001 siegte er mit Audi bei den 12 Stunden von Sebring. Einen Monat später verunglückte er am 25. April 2001 bei Testfahrten mit einem Audi R8 auf dem Lausitzring tödlich. Zu seinem 20. Todestag 2021 wurde angekündigt, die Parabolica, die letzte Kurve der Strecke von Monza, während des Grand-Prix-Wochenendes in Curva Alboreto umzubenennen.
Quelle: Wikipedia, „Michele Alboreto“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Klick auf einen Ring: jedes Rennen dazu, mit Strecke und Analyse.
Saison für Saison
1985: Siege 2 · Podien 8 · Starts 16
- 1R5 KanadaGilles Villeneuvevon Startplatz 3FerrariAnalyse →
- 1R9 DeutschlandNürburgringvon Startplatz 8FerrariAnalyse →
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Detroit1 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Nürburgring1 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Zolder1 Siege1 Podien1 Pole-Positions
- Caesars Palace1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Gilles Villeneuve1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Red Bull Ring0 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Monaco0 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Enzo e Dino Ferrari0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
Teamduell 1994
ALB : MARStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.