Biografie
Jean-Pierre Jabouille wurde am 1. Oktober 1942 in Paris geboren. Nach einem kurzen Kunststudium an der Sorbonne wandte er sich dem Motorsport zu und schloss später eine Ausbildung zum Ingenieur ab. 1967 fiel er in der französischen Formel 3 erstmals auf und wurde 1968 Vizemeister hinter François Cevert, wobei er sein Auto selbst wartete. 1969 nahm ihn Alpine als Entwicklungsfahrer unter Vertrag. 1973 und 1974 wurde er bei den 24 Stunden von Le Mans jeweils Gesamtdritter. 1974 versuchte er sich erstmals in der Formel 1, scheiterte mit einem Iso-Marlboro in Frankreich und einem Surtees in Österreich aber jeweils an der Qualifikation.
1975 trennte er sich von Alpine und baute ein eigenes Formel-2-Chassis. Er wurde Vizemeister hinter Jacques Laffite und gab im Tyrrell beim Großen Preis von Frankreich sein Debüt in einem Grand Prix, den er als Zwölfter beendete. 1976 konzentrierte er sich auf die Formel 2 und gewann den Titel.
Renault verpflichtete ihn, um den neuen 1,5-Liter-Turbomotor für die Formel 1 zu entwickeln. Der RS01 debütierte 1977 beim Großen Preis von Großbritannien. Der Motor war anfangs anfällig und hatte ein ausgeprägtes Turboloch, doch Jabouille entwickelte das Auto als Ingenieur konsequent weiter. 1978 holte er in Watkins Glen als Vierter die ersten Punkte für Renault. 1979 holte er in Südafrika die erste Pole-Position für Renault und gewann in Frankreich von der Pole aus den ersten Grand Prix mit einem Turbo-Auto. 1980 folgte ein weiterer Sieg in Österreich. Insgesamt bestritt er 49 Rennen, gewann zwei davon und stand sechsmal auf der Pole-Position. Sein bestes WM-Ergebnis war Rang acht 1980.
In Kanada 1980 hatte er nach einem Defekt an der Radaufhängung einen schweren Unfall, kurz nachdem er für 1981 bei Ligier unterschrieben hatte. Nach seiner Rückkehr beendete er noch 1981 seine Formel-1-Laufbahn. 1982 wurde er Teammanager bei Ligier, 1984 bei deren gemeinsamem Einsatz mit Curb Racing in der CART-Serie. Mitte der 1980er-Jahre kehrte er als Fahrer in den Rennsport zurück. Danach half er Peugeot bei der Entwicklung des Sportwagenprogramms. 1992 und 1993 wurde er in Le Mans jeweils Gesamtdritter. 1994 übernahm er die Leitung von Peugeot Sport und schied 1995 aus. Danach führte er ein eigenes Sportwagenteam. Jabouille starb am 2. Februar 2023 im Alter von 80 Jahren. Sein Sohn Victor wurde ebenfalls Rennfahrer.
Quelle: Wikipedia, „Jean-Pierre Jabouille“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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1980: Siege 1 · Podien 1 · Starts 13
- 1R10 ÖsterreichRed Bull Ringvon Startplatz 2RenaultAnalyse →
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Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1981
JAB : LAFStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.