Biografie
Jean Alesi wurde am 11. Juni 1964 in Avignon geboren. Mit 16 Jahren begann er mit dem Kartsport, ursprünglich mit dem Ziel, Rallyes zu fahren. 1983 stieg er in die französische Renault-5-Turbo-Meisterschaft ein, in der er zwei Jahre fuhr. 1987 gewann er die französische Formel-3-Meisterschaft und wechselte 1988 in die Internationale Formel 3000. 1989 holte er dort mit dem Team Jordan den Titel. Er lag punktgleich mit Érik Comas, gewann die Meisterschaft aber mit drei Siegen gegen zwei.
Im selben Jahr debütierte Alesi in der Formel 1. Beim Großen Preis von Frankreich 1989 übernahm er bei Tyrrell das Auto von Michele Alboreto und wurde Vierter. 1990 bestritt er seine erste volle Saison. Beim Auftakt in Phoenix führte er 25 Runden lang vor Ayrton Senna und wurde Zweiter, in Monaco belegte er erneut Rang zwei. Die Saison schloss er als WM-Neunter ab.
Von 1991 bis 1995 fuhr Alesi für Ferrari, zunächst an der Seite von Alain Prost, später neben Gerhard Berger. In der Weltmeisterschaft wurde er 1991 und 1992 Siebter, 1993 Sechster und 1994 sowie 1995 jeweils Fünfter. Seine erste Pole-Position holte er 1994 in Monza. Am 11. Juni 1995, seinem 31. Geburtstag, gewann er den Großen Preis von Kanada, nachdem Michael Schumacher zehn Runden vor Schluss technische Probleme bekam. Es blieb sein einziger Sieg in der Formel 1. Zum Saisonende verließ er Ferrari und tauschte mit Schumacher den Platz: 1996 und 1997 fuhr er für Benetton und wurde in beiden Jahren WM-Vierter. 1997 stand er in Monza auf der Pole-Position.
Anschließend fuhr Alesi 1998 und 1999 für Sauber. Beim Großen Preis von Belgien 1998 wurde er Dritter, es war sein letztes Podium. 2000 wechselte er zu Prost und blieb 2001 zunächst dort. Ab dem Großen Preis von Ungarn 2001 fuhr er für Jordan, das Team, mit dem er 1989 die Formel 3000 gewonnen hatte. Sein letztes Rennen bestritt er beim Großen Preis von Japan 2001. Insgesamt kam er auf 201 Starts, einen Sieg, 32 Podiumsplätze und zwei Pole-Positions.
Nach der Formel 1 fuhr Alesi von 2002 bis 2006 für Mercedes in der DTM und gewann dort mehrere Rennen. 2002 wurde er Gesamtfünfter. Später startete er in der Speedcar Series, in der er 2008 und 2009 je zwei Rennen gewann. 2010 belegte er mit Giancarlo Fisichella und Toni Vilander im AF-Corse-Ferrari beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans Rang vier in der GT2-Klasse. 2012 fuhr er das Indianapolis 500, startete von Platz 33 und musste das Auto nach weniger als einem Dutzend Runden abstellen. Danach beendete er seine Rennfahrerlaufbahn. 2013 wurde er Botschafter von Pirelli.
Quoten
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Saison für Saison
1995: Siege 1 · Podien 5 · Starts 17
- 1R6 KanadaGilles Villeneuvevon Startplatz 5FerrariAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Gilles Villeneuve1 Siege5 Podien0 Pole-Positions
- Monza0 Siege3 Podien2 Pole-Positions
- Monaco0 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Catalunya0 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Silverstone0 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Hockenheimring0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- José Carlos Pace0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Juan y Oscar Gálvez0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
Teamduell 2001
ALE : BURStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.