Biografie
Clay Regazzoni, mit vollem Namen Gianclaudio Giuseppe Regazzoni, wurde am 5. September 1939 in Mendrisio geboren und wuchs in Porza im Tessin auf. Er begann 1963 im Alter von 24 Jahren mit Autorennen. Viele seiner frühen Rennen fuhr er in Italien, da der Rennsport in der Schweiz nach dem Unglück beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955 verboten war. Seine ersten Rennen fuhr er in einem eigenen Austin-Healey Sprite, 1964 wechselte er auf einen Mini Cooper. Ab 1965 trat er in der Europäischen Formel 3 an und kam über Tecno in die Formel 2. 1970 gewann er mit Tecno die Formel-2-Europameisterschaft. Für Ferrari fuhr er 1971 und 1972 auch Sportwagenrennen und gewann unter anderem mit Brian Redman die 9 Stunden von Kyalami und mit Jacky Ickx die 1000 Kilometer von Monza.
In der Formel 1 erhielt Regazzoni 1970 bei Ferrari ein Cockpit und wurde beim Grand Prix der Niederlande Vierter. In Monza gewann er noch in seiner ersten Saison, die erste Pole-Position folgte beim Finale in Mexiko. Er beendete das Jahr als WM-Dritter. 1971 und 1972 wurde er jeweils Siebter. 1973 fuhr er für BRM und belegte Rang 18, holte aber die Pole-Position beim Saisonauftakt in Argentinien. Beim Grand Prix von Südafrika verunglückte er schwer, Mike Hailwood zog ihn aus dem Wrack und erhielt dafür später die George Medal.
Von 1974 bis 1976 fuhr er wieder für Ferrari, an der Seite von Niki Lauda. 1974 gewann er in Deutschland, stand siebenmal auf dem Podium und wurde WM-Zweiter, drei Punkte hinter Emerson Fittipaldi. Im letzten Rennen in den USA hätte ihm ein Platz vor Fittipaldi den Titel gebracht, doch ein defekter Stoßdämpfer ließ ihn nur Elfter werden. 1975 siegte er beim Großen Preis von Italien. In diesem Jahr wurde Lauda Weltmeister und Ferrari gewann die Konstrukteurswertung. 1976 gewann er in Long Beach von der Pole-Position aus. Am Saisonende ersetzte ihn Ferrari durch Carlos Reutemann.
Es folgten Ensign 1977 und Shadow 1978. 1979 fuhr er für Williams neben Alan Jones und gewann beim Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone den ersten Grand-Prix-Sieg des Teams. 1980 kehrte er zu Ensign zurück, doch ein schwerer Unfall beim Grand Prix der USA West in Long Beach beendete nach vier Rennen seine Formel-1-Laufbahn. Insgesamt bestritt er 132 Starts mit fünf Siegen, 28 Podiumsplätzen und fünf Pole-Positions.
Nach dem Unfall engagierte sich Regazzoni für Chancen von Menschen mit Behinderung. Mit handbedientem Auto fuhr er bei der Rallye Paris-Dakar und den 12 Stunden von Sebring, sein letztes Rennen bestritt er 1990. Zudem arbeitete er als Kommentator für italienisches und Schweizer Fernsehen. Am 15. Dezember 2006 starb er bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 in Italien nahe Parma.
Quelle: Wikipedia, „Clay Regazzoni“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
1979: Siege 1 · Podien 5 · Starts 15
- 1R9 GroßbritannienSilverstonevon Startplatz 4WilliamsAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- Monza2 Siege4 Podien0 Pole-Positions
- Nürburgring1 Siege3 Podien0 Pole-Positions
- Silverstone1 Siege1 Podien1 Pole-Positions
- Long Beach1 Siege1 Podien1 Pole-Positions
- Zandvoort0 Siege4 Podien0 Pole-Positions
- Jarama0 Siege2 Podien0 Pole-Positions
- Hermanos Rodríguez0 Siege1 Podien1 Pole-Positions
- Juan y Oscar Gálvez0 Siege1 Podien1 Pole-Positions
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.