Biografie
Alessandro Nannini wurde am 7. Juli 1959 in Siena geboren. Er begann im Rallyesport mit einem Lancia Stratos und wechselte 1981 in den Formelsport. In der Formula Italia gewann er auf Anhieb die Meisterschaft. Von 1982 bis 1984 fuhr er für Minardi in der Formel 2, sein bestes Jahr war 1983 mit dem siebten Gesamtrang. Ab 1984 startete er außerdem in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und gewann in diesem Jahr mit Riccardo Patrese die 1000 Kilometer von Kyalami.
Für 1985 wollte Minardi ihn in der Formel 1 einsetzen, doch der Verband verweigerte ihm die Superlizenz, sodass Pierluigi Martini das Cockpit bekam. 1986 erhielt Nannini die Lizenz und debütierte beim Großen Preis von Brasilien für Minardi. Das Auto war wenig konkurrenzfähig und anfällig, in zwei Saisons mit dem Team wurde er nur viermal klassifiziert. 1987 gewann er zudem mit Giorgio Marin die Mille Miglia.
1988 wechselte Nannini zu Benetton, wo Thierry Boutsen sein Teamkollege war. Er holte zwei dritte Plätze und wurde WM-Zehnter. Nach Boutsens Abgang zu Williams war er 1989 der führende Fahrer des Teams. Beim Großen Preis von Japan in Suzuka erbte er den Sieg, nachdem Ayrton Senna disqualifiziert worden war. Es blieb sein einziger Grand-Prix-Sieg. Mit einem zweiten Platz in Adelaide schloss er die Saison als WM-Sechster ab, seiner besten WM-Platzierung in der Formel 1. 1990 fuhr er an der Seite von Nelson Piquet, wurde Zweiter in Deutschland, Dritter in Spanien und WM-Achter.
Im Oktober 1990 beendete ein Hubschrauberunfall in Siena seine Formel-1-Laufbahn. Er hatte 76 Rennen bestritten, einen Sieg und neun Podiumsplätze erzielt. 1992 absolvierte er einen Testlauf für Ferrari in Fiorano, 1996 einen für Benetton in Estoril. Ab 1993 fuhr er für Alfa Romeo in der DTM, wurde 1994 Vierter der Gesamtwertung und 1996 in der Internationalen Tourenwagen-Meisterschaft Dritter. 1997 trat er für Mercedes in der FIA-GT-Meisterschaft an, wurde Gesamtsechster, gewann ein Rennen in Suzuka und beendete danach seine Karriere. 2007 kehrte er für die Grand Prix Masters, eine Serie für frühere Formel-1-Fahrer, noch einmal auf die Strecke zurück.
Quelle: Wikipedia, „Alessandro Nannini“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Klick auf einen Ring: jedes Rennen dazu, mit Strecke und Analyse.
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1990
NAN : PIQStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.