Biografie
Jo Siffert wurde am 7. Juli 1936 in Freiburg (Fribourg) in der Schweiz geboren. Als Zwölfjähriger sah er mit seinem Vater den Großen Preis der Schweiz 1948 auf dem Bremgarten-Kurs in Bern, und dort entstand sein Wunsch, Rennfahrer zu werden. Zunächst fuhr er Motorradrennen und gewann 1959 die Schweizer Meisterschaft der 350er-Klasse. Danach wechselte er auf vier Räder und trat in der Formel Junior mit einem Stanguellini an.
1962 kam Siffert als Privatfahrer mit einem Vierzylinder-Lotus-Climax in die Formel 1. Später fuhr er für die Scuderia Filipinetti, 1964 wechselte er zum privaten Rob Walker Racing Team. Bei Formel-1-Rennen ohne WM-Wertung gewann er 1964 und 1965 den Grand Prix des Mittelmeers, beide Male mit knappem Vorsprung vor Jim Clark. Von 1962 bis 1971 fuhr er Autos von Lotus, Brabham, Cooper, March und BRM. Er kam auf 96 Starts bei 100 Meldungen, zwei Siege, sechs Podiumsplätze und zwei Pole-Positions.
Sein erster WM-Sieg gelang ihm 1968 beim Großen Preis von Großbritannien in Brands Hatch. Im Lotus 49B des Rob Walker Racing Team hielt er nach einem Duell über die gesamte Distanz Chris Amon im Ferrari hinter sich. Die WM beendete er in jenem Jahr auf Rang sieben. 1970 fuhr er für March, 1971 für BRM, wo auch Pedro Rodriguez am Start war. Mit BRM gewann er den Großen Preis von Österreich auf dem Österreichring und wurde WM-Fünfter, seine beste Platzierung in der WM.
Bekannt wurde Siffert außerdem als Porsche-Werksfahrer im Sportwagensport. 1968 gewann er mit Hans Herrmann im Porsche 907 die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring. Mit dem Porsche 917 holte er weitere große Siege in Europa, 1969 wurde er in der Can-Am-Serie im 917PA Vierter der Meisterschaft. 1970 gewann er mit Brian Redman im Porsche 908/3 die Targa Florio.
Am 24. Oktober 1971 starb Siffert beim World Championship Victory Race in Brands Hatch, einem Rennen ohne WM-Wertung, auf der Strecke seines ersten WM-Siegs. Nach einem Defekt an der Radaufhängung verunglückte sein BRM und fing Feuer. Der Unfall führte zu raschen Verbesserungen bei der Sicherheit: Bordfeuerlöscher und eine Atemluftzufuhr zum Helm wurden vorgeschrieben. An der Trauerfeier in der Schweiz nahmen rund 50.000 Menschen teil.
Quoten
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Saison für Saison
1971: Siege 1 · Podien 2 · Starts 11
- 1R8 Österreich · PoleRed Bull Ringvon Startplatz 1BRMAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1971
SIF : GANStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.