Biografie
José Carlos Pace wurde 1944 in São Paulo geboren. Angeregt von seinen Freunden Wilson und Emerson Fittipaldi, begann er mit dem Kartsport und bestritt 1960 sein erstes Kartrennen. 1963 wechselte er in Rennwagen. Ab den späten 1960er-Jahren fuhr er in Brasilien, 1970 ging er nach Europa und gewann in der britischen Formel 3 auf Lotus die Forward-Trust-Meisterschaft. 1971 startete er für Frank Williams in der Formel 2, blieb in sechs Rennen aber ohne Punkte.
1972 debütierte Pace in der Formel 1 in einem von Williams eingesetzten March, punktete zweimal und wurde WM-Achtzehnter. Beim Victory Race, das nicht zur WM zählte, belegte er Platz zwei. 1973 wechselte er zu Surtees, wurde Vierter in Deutschland und Dritter in Österreich, womit er sein erstes WM-Podium erreichte, und fuhr in beiden Rennen die schnellste Runde. Er beendete das Jahr als WM-Elfter. Daneben fuhr er für das Ferrari-Werksteam in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Mit Arturo Merzario im 312PB wurde er Zweiter auf dem Nürburgring und in Le Mans, wo er von der Pole-Position gestartet war, sowie Dritter in Watkins Glen.
1974 wurde Pace für Surtees Vierter in Brasilien, trennte sich aber im Saisonverlauf von dem Team. Beim Großen Preis von Frankreich scheiterte er in einem privat eingesetzten Brabham an der Qualifikation. Danach fuhr er im Werksteam an der Seite von Carlos Reutemann. In Monza wurde er Fünfter mit schnellster Rennrunde, in Watkins Glen Zweiter hinter Reutemann, was einen Doppelsieg für Brabham bedeutete. Er wurde WM-Zwölfter.
1975 war der Brabham BT44B konkurrenzfähig. Pace gewann in Interlagos den Großen Preis von Brasilien, seinen einzigen Sieg in der Formel 1, und holte im nächsten Rennen in Südafrika seine erste Pole-Position. Hinzu kamen Podestplätze in Monaco und Silverstone. Er wurde WM-Sechster, Brabham Zweiter der Konstrukteurswertung hinter Ferrari. 1976 wechselte das Team von Ford-Cosworth auf Alfa-Romeo-Motoren, das Auto war weniger konkurrenzfähig, und Pace wurde WM-Vierzehnter. Beim Saisonauftakt 1977 in Argentinien wurde er Zweiter. Am 18. März 1977 starb er bei einem Unfall mit einem Leichtflugzeug, nachdem er in diesem Jahr erst drei Rennen bestritten hatte.
In der Formel 1 kam Pace auf 72 Starts, einen Sieg, sechs Podestplätze und eine Pole-Position. Die Strecke von Interlagos trägt zu seinen Ehren den Namen Autódromo José Carlos Pace. Seit 2024 ist er dort auch beigesetzt.
Quoten
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Saison für Saison
1975: Siege 1 · Podien 3 · Starts 14
- 1R2 BrasilienJosé Carlos Pacevon Startplatz 6BrabhamAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.- José Carlos Pace1 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Red Bull Ring0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Watkins Glen0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Monaco0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Silverstone0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Juan y Oscar Gálvez0 Siege1 Podien0 Pole-Positions
- Kyalami0 Siege0 Podien1 Pole-Positions
Teamduell 1977
PAC : WATStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.