Biografie
Olivier Gendebien wurde am 12. Januar 1924 in Brüssel geboren. Er arbeitete zunächst als Förster im Belgisch-Kongo und kehrte 1952 nach Europa zurück, wo er seine Laufbahn im Rallyesport begann. 1954 gewann er mit Pierre Stasse im Alfa Romeo 1900 TI die Tulpenrallye. 1955 folgten im Mercedes-Benz 300 SL Siege bei der Lüttich-Rom-Lüttich, beim Dolomitenpokal und bei der Rallye Stella Alpina. Diese Erfolge machten Enzo Ferrari auf ihn aufmerksam, und ab 1956 fuhr Gendebien für Ferrari in Sportwagenrennen und bei ausgewählten Grands Prix.
Sein Formel-1-Debüt gab er 1956 beim Großen Preis von Argentinien. Meist war er Ersatzfahrer und kam nur gelegentlich zum Einsatz. Zwischen 1956 und 1961 kam er auf 14 Starts. 1956, 1958 und 1959 fuhr er für Ferrari. 1960 saß er in einem Cooper des Teams Yeoman Credit Racing von British Racing Partnership. Dort gelangen ihm seine beiden Podestplätze: Zweiter beim Großen Preis von Frankreich und Dritter beim Großen Preis von Belgien vor heimischem Publikum. Mit Rang sechs in der Weltmeisterschaft erzielte er damit sein bestes WM-Ergebnis. Beim Rennen in Belgien kam sein Teamkollege Chris Bristow bei einem Unfall ums Leben. 1961 trat Gendebien für Emeryson, Ferrari und Lotus an und beendete das Jahr auf Rang 13. Im Training zum Großen Preis der USA in Watkins Glen verunglückte er im Lotus.
Im Sportwagensport gewann er mehrere Langstreckenrennen. 1956 wurde er mit Maurice Trintignant Dritter bei den 24 Stunden von Le Mans. Danach gewann er das Rennen viermal für Ferrari: 1958 sowie 1961 und 1962 an der Seite von Phil Hill, 1960 mit Paul Frère. Diese Zahl an Le-Mans-Siegen übertraf erst 1981 sein Landsmann Jacky Ickx mit dem fünften Erfolg. Hinzu kamen drei Siege bei der Targa Florio (1958, 1961, 1962), drei bei den 12 Stunden von Sebring (1959 bis 1961), zwei bei den 12 Stunden von Reims (1957, 1958) und 1962 der Sieg bei den 1000 km auf dem Nürburgring. In Sebring trägt die Kurve 15 vor der letzten Kurve seinen Namen.
Nach seinem vierten Le-Mans-Sieg beendete Gendebien 1962 im Alter von 38 Jahren seine Rennfahrerlaufbahn. 1998 zeichnete ihn König Albert II. mit dem belgischen Kronenorden aus. Olivier Gendebien starb am 2. Oktober 1998 in Les Baux-de-Provence.
Quelle: Wikipedia, „Olivier Gendebien“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
1960: Siege 0 · Podien 2 · Starts 5
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.