Biografie
Lucien Bianchi, eigentlich Luciano, wurde am 10. November 1934 in Mailand geboren. 1946 zog er mit seinem Vater nach Belgien, der vor dem Zweiten Weltkrieg als Mechaniker in der Rennabteilung von Alfa Romeo gearbeitet hatte. Sein erstes Rennen bestritt er 1951 bei der Alpenfahrt. 1957, 1958 und 1959 gewann er die Tour de France Automobile. Sein Bruder Mauro wurde ebenfalls Rennfahrer, 1965 gewannen die beiden gemeinsam das 500-km-Rennen auf dem Nürburgring. Auch sein Großneffe Jules Bianchi fuhr später in der Formel 1.
In der Formel-1-Weltmeisterschaft wurde Bianchi 1959 für Cooper gemeldet, kam aber nicht zum Start. Seinen ersten WM-Start hatte er 1960 im Cooper, danach folgten nur vereinzelte Einsätze: 1961 mit Emeryson und Lotus, 1962 mit ENB und Lotus, 1963 mit Lola und 1965 mit BRM. Insgesamt hatte er 19 Meldungen und 17 Starts. Einen regelmäßigen Einsatz bekam er erst 1968, als er zu Cooper zurückkehrte. In diesem Jahr wurde er Dritter beim Großen Preis von Monaco. Es blieb sein einziges Podium. Die Saison beendete er nach sieben Starts auf Rang 17 der Weltmeisterschaft.
Neben der Formel 1 fuhr Bianchi Sportwagen, Tourenwagen und Rallyes. Zwischen 1956 und 1968 startete er 13 Mal in Folge beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 1968 gewann er es mit Pedro Rodríguez im Ford GT40 als Gesamtsieger. 1962 siegte er mit Jo Bonnier bei den 12 Stunden von Sebring. Bei der Marathon-Rallye London-Sydney 1968 führte er das Feld an, als sein Citroën DS bei Nowra mit einem Fahrzeug zusammenstieß, das nicht am Wettbewerb teilnahm.
Bianchi kam am 30. März 1969 bei Testfahrten für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in einem Alfa Romeo T33 ums Leben. In Zolder trägt die vierte Kurve der Strecke, die Einfahrt auf die Gegengerade, seinen Namen: Lucien Bianchibocht.
Quelle: Wikipedia, „Lucien Bianchi“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
1968: Siege 0 · Podien 1 · Starts 7
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1968
BIA : ELFStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.