Biografie
Vic Elford wurde 1935 in London geboren und kam über den Rallyesport in den Motorsport. Zunächst saß er als Beifahrer in einem Triumph TR3A, später fuhr er selbst Rallyes, unter anderem mit DKW, Triumph und Ford Cortina. 1967 wurde er auf einem Werks-Porsche 911S Rallye-Europameister. 1968 gewann er die Rallye Monte Carlo, nur eine Woche später die 24 Stunden von Daytona auf einem Porsche 907. Für Porsche war es der erste Gesamtsieg bei einem 24-Stunden-Rennen. Am 4. Februar 1967 hatte er außerdem das erste Rallycross-Rennen überhaupt gewonnen.
In der Formel-1-Weltmeisterschaft ging Elford von 1968 bis 1971 an den Start. Sein Debüt gab er im Juli 1968 beim Großen Preis von Frankreich für Cooper und wurde in seinem ersten Rennen bei Regen Vierter. Er bestritt in diesem Jahr sieben Rennen und wurde Achtzehnter der Weltmeisterschaft. 1969 fuhr er fünf Rennen für Cooper und McLaren und belegte Rang 14, seine beste WM-Platzierung. 1971 kam ein einzelner Start für BRM hinzu. Insgesamt startete er bei 13 Grands Prix, ohne Podium oder Sieg.
Im Sportwagensport gewann er 1968 die Targa Florio mit Umberto Maglioli, nachdem ein Reifenschaden in der ersten Runde 18 Minuten gekostet hatte. 1971 siegte er auf dem Porsche 917K bei den 12 Stunden von Sebring, im Training zu den 24 Stunden von Le Mans wurde er im Porsche 917LH mit mehr als 380 km/h gemessen. Beim Le-Mans-Rennen 1972 hielt er an, um dem Fahrer eines brennenden Ferrari zu helfen, der bereits ausgestiegen war. Dabei entdeckte er das Wrack von Jo Bonnier, der tödlich verunglückt war. Für sein Eingreifen wurde er zum Chevalier des französischen Nationalen Verdienstordens ernannt.
Elford fuhr in seiner Laufbahn für zahlreiche Hersteller, darunter Ford, Lancia, Alfa Romeo, Ferrari, Chaparral und Shadow, und startete auch in der Can-Am-Serie. 2015 erhielt er den Phil Hill Award des Road Racing Drivers Club. Vic Elford starb am 13. März 2022 im Alter von 86 Jahren.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.