Biografie
Jean-Pierre Jarier wurde am 10. Juli 1946 in Charenton-le-Pont bei Paris geboren. Nach Rennen in der Formule France wechselte er in die französische Formel 3, wo er 1970 Gesamtdritter wurde. 1971 fuhr er für das Team Shell Arnold in der Formel-2-Europameisterschaft. Beim Grand Prix in Monza 1971 gab er in einem gemieteten March 701 sein Formel-1-Debüt. 1973 trat er für March in der Formel 2 an und erhielt dort auch ein Formel-1-Cockpit. Im unterlegenen March 721G war die Formel 1 schwierig, in der Formel 2 holte er mit acht Siegen den Europameistertitel.
1974 fuhr er eine volle Formel-1-Saison für Shadow, wurde nach dem Tod von Peter Revson Teamleader und beendete die WM auf Rang 14. 1975 stellte er seinen Shadow DN5 in Argentinien auf die Pole-Position, konnte wegen eines Defekts im Warm-up aber nicht starten. In Brasilien stand er erneut auf der Pole-Position und führte das Rennen an, bis die Kraftstoffdosiereinheit versagte. Punkte holte er 1975 nur mit Rang vier beim verkürzten Spanien-Grand-Prix. 1976 fuhr er in Brasilien die schnellste Rennrunde, schied aber als Zweiter nach einem Dreher auf dem Öl von James Hunt aus. Im Verlauf des Jahres blieb er ohne Punkte.
1977 fuhr er für Ligier, Penske und Shadow. 1978 begann er bei ATS, verpasste in Monaco die Qualifikation und wurde entlassen. Beim Grand Prix von Deutschland kehrte er kurz zurück und scheiterte erneut an der Qualifikation. Zum Saisonende übernahm er bei Lotus das nach dem Tod von Ronnie Peterson frei gewordene Cockpit. In Watkins Glen fuhr er die schnellste Rennrunde, in Montreal holte er die Pole-Position und dominierte das Rennen, bis ein Ölleck ihn stoppte. 1979 und 1980 fuhr er für Tyrrell. 1979 wurde er WM-Elfter und kam in Südafrika und Großbritannien jeweils auf Platz drei.
1981 sprang er in Long Beach und Rio de Janeiro für Jean-Pierre Jabouille bei Ligier ein und fuhr ab der Saisonmitte für Osella. 1982 erzielte er für Osella mit Rang vier beim Grand Prix von San Marino, den die meisten britischen Teams boykottierten, das bis dahin beste Ergebnis des Teams. 1983 bestritt er für Ligier eine komplette Saison ohne Punkte, es war seine letzte in der Formel 1. In 135 Starts blieb er ohne Sieg, stand dreimal auf dem Podium und holte dreimal die Pole-Position.
Nach der Formel 1 zog er sich zunächst aus dem Rennsport zurück und kehrte 1994 im Porsche Supercup zurück. Es folgten Einsätze im Sportwagenbereich, 1998 und 1999 gewann er die französische GT-Meisterschaft. Im Film Ronin leistete er wesentliche Stuntarbeit.
Quelle: Wikipedia, „Jean-Pierre Jarier“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
1979: Siege 0 · Podien 2 · Starts 13
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1983
JAR : BOEStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.