Biografie
Alexander Wurz wurde am 15. Februar 1974 in Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich geboren. Sein Vater Franz war Rallycross-Fahrer und gewann 1974, 1976 und 1982 die Europameisterschaft. Alexander wurde 1986 im Alter von zwölf Jahren BMX-Weltmeister. Im Motorsport begann er im Kartsport, fuhr 1991 Formel Ford und wechselte 1993 in die Deutsche Formel 3. 1996 startete er für das Team Joest im Tourenwagensport mit einem Opel Calibra. Im selben Jahr gewann er gemeinsam mit Davy Jones und Manuel Reuter das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und war damit der jüngste Sieger in der Geschichte dieses Rennens.
Sein Formel-1-Debüt gab er am 15. Juni 1997 in Montreal für Benetton, als Ersatz für seinen Landsmann Gerhard Berger, der nicht antreten konnte. Schon in seinem dritten Rennen, dem Großen Preis von Großbritannien, stand er auf dem Podium. Als Berger zum Großen Preis von Deutschland zurückkehrte, wurde Wurz wieder Testfahrer. Für 1997 stehen drei Starts und WM-Rang 14 zu Buche. 1998 erhielt er ein festes Cockpit bei Benetton. Von 1998 bis 2000 war Giancarlo Fisichella sein Teamkollege. Wurz beendete die Saison 1998 als WM-Achter. In Monaco lag er zeitweise auf Rang zwei vor Michael Schumacher, schied aber nach einer Kollision mit ihm aus. 1999 wurde er WM-Dreizehnter, 2000 WM-Fünfzehnter und punktete in jenem Jahr nur beim Großen Preis von Italien. Für 2001 ersetzte ihn das Team durch Jenson Button.
Danach war Wurz 2001 Testfahrer bei McLaren. Beim Großen Preis von San Marino 2005 fuhr er als Vertretung für Juan Pablo Montoya. Er überquerte die Ziellinie als Vierter und rückte nach der Disqualifikation beider BAR-Honda auf Platz drei vor. Zwischen seinem ersten und seinem zweiten Podium lagen damit acht Jahre. 2006 war er Test- und Ersatzfahrer bei Williams, 2007 bekam er dort ein Renncockpit neben Nico Rosberg. Er wurde in Monaco Siebter, in Kanada kam er von Startplatz 19 auf Rang drei. Die Saison beendete er als WM-Elfter. Am 8. Oktober 2007 erklärte er mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt aus der Formel 1 und nannte Zweifel an der eigenen Einsatzbereitschaft als Hauptgrund. Der Große Preis von China war sein letztes Rennen, in Brasilien fuhr Kazuki Nakajima für Williams.
Wurz war 2008 Testfahrer bei Honda und blieb es 2009, als das Team als Brawn GP antrat. 2009 gewann er mit Marc Gené und David Brabham im Werks-Peugeot erneut das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zwischen seinen beiden Siegen liegen 13 Jahre, der größte Abstand in der Geschichte des Rennens. Im November 2011 bestätigte Toyota ihn als Werksfahrer für die geplante Rückkehr nach Le Mans 2012. 2012 kehrte er zu Williams zurück und betreute dort als Mentor die Fahrer Bruno Senna und Pastor Maldonado. Im Oktober 2014 übernahm er den Vorsitz der Fahrervereinigung Grand Prix Drivers' Association. Im Mai 2018 kündigte er an, im folgenden Monat beim Lauf in Norwegen in der Rallycross-Weltmeisterschaft zu debütieren. In der Formel 1 stehen für Wurz 69 Starts und drei Podestplätze, aber kein Sieg.
Quelle: Wikipedia, „Alexander Wurz“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
2007: Siege 0 · Podien 1 · Starts 16
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 2007
WUR : ROSStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.