Biografie
Tom Pryce wurde am 11. Juni 1949 im walisischen Ruthin geboren. Mit 20 Jahren machte er auf dem Mallory Park seine ersten Schritte im Motorsport. 1970 gewann er die Daily Express Crusader Championship, eine Formel-Ford-Serie für Rennschüler, und stieg danach in weitere Nachwuchsklassen auf. 1971 setzte er sich in der neuen Formel F100 durch. 1972 gewann er in Brands Hatch das Formel-3-Rahmenrennen zum Race of Champions. Für Royale fuhr er in der Formel Atlantic, wo er das Saisonfinale gewann. 1973 folgten drei weitere Siege in dieser Klasse. Dazu kam ein Engagement in der Formel 2 bei Rondel Racing. Am Jahresende erhielt er den Grovewood Award.
1974 kam Pryce in die Formel 1, zunächst zum neu gegründeten Team Token. Sein WM-Debüt gab er beim Großen Preis von Belgien und schied nach einer Kollision aus. Für Monaco wurde er als zu unerfahren abgelehnt, gewann aber das Formel-3-Rahmenrennen. Danach wechselte er zu Shadow. Dort fiel er bei seinem Debüt in den Niederlanden schon in der ersten Runde nach einer Kollision mit James Hunt aus. In Frankreich stand er auf dem dritten Startplatz, in Großbritannien fuhr er die schnellste Trainingszeit. In Deutschland holte er als Sechster seinen ersten WM-Punkt. Er beendete die Saison nach neun Starts auf Rang 18.
1975 gewann er auf Shadow von der Pole-Position aus das Race of Champions in Brands Hatch, ein Rennen außerhalb der Weltmeisterschaft. Er war damit der erste Waliser, der ein Formel-1-Rennen gewann. Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone erzielte er die Pole-Position und führte das Rennen an, beides als erster Waliser. In Österreich stand er bei Regen erstmals auf dem Podium, in Deutschland wurde er Vierter. Die Saison schloss er als Zehnter ab, das ist seine beste WM-Platzierung. 1976 folgte in Brasilien das zweite Podium. Beim Großen Preis der Niederlande wurde er Vierter, es war sein letztes Punkteresultat. Mit zehn Punkten wurde er Zwölfter.
1977 startete Pryce noch in drei Rennen. In Brasilien lag er auf Platz zwei, als ein Motorschaden ihn stoppte. Beim Großen Preis von Südafrika in Kyalami am 5. März 1977 kollidierte er mit dem Streckenposten Frederik Jansen van Vuuren, der die Strecke überquerte. Beide kamen ums Leben. Pryce hatte zuvor im nassen Training die schnellste Zeit gefahren. Insgesamt bestritt er 42 Rennen, erreichte zwei Podiumsplätze und eine Pole-Position. In Wales erinnern der Tom Pryce Award, die Tom Pryce Straight auf dem Anglesey Circuit und ein 2009 in Ruthin enthülltes Denkmal an ihn.
Quoten
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Saison für Saison
1976: Siege 0 · Podien 1 · Starts 16
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Teamduell 1977
PRY : ZORStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.