Biografie
Roland Ratzenberger wurde am 4. Juli 1960 in Salzburg geboren. Nach der technischen Schule schloss er sich mit 18 Jahren Walter Lechner an, der am Salzburgring eine Rennfahrerschule eröffnete. 1983 begann er in der deutschen Formel Ford. 1985 gewann er die österreichische und die mitteleuropäische Meisterschaft dieser Klasse, 1986 das Formel-Ford-Festival in Brands Hatch. Danach fuhr er in der britischen Formel 3 und 1987 außerdem in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft für Schnitzer im BMW M3. 1989 wurde er Dritter der britischen Formel 3000 und bestritt erstmals das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
In den 1990er Jahren fuhr er überwiegend in Japan, unter anderem in Sportwagen- und Tourenwagenserien und in der japanischen Formel 3000. In deren Saison 1992 gewann er ein Rennen und wurde Gesamtsiebter. 1993 siegte er mit SARD im Toyota 93C-V in der Klasse C2 in Le Mans und kam dort auf den fünften Gesamtrang, sein bestes Ergebnis bei diesem Rennen.
1994 erreichte er die Formel 1 mit dem neuen Team Simtek. Beim Auftakt in Brasilien qualifizierte er sich nicht. Beim Großen Preis des Pazifiks in Aida startete er von Platz 26 und wurde Elfter. Es blieb sein einziger Start. Im Qualifying zum Großen Preis von San Marino in Imola verunglückte er am 30. April 1994 tödlich. Am folgenden Tag starb dort auch Ayrton Senna. Beide Todesfälle führten zu umfassenden Sicherheitsreformen und zur Wiedergründung der Fahrervereinigung GPDA. Beim nächsten Rennen in Monaco blieben die ersten beiden Startplätze leer und wurden zu Ehren von Ratzenberger und Senna mit Flaggen Österreichs und Brasiliens bemalt.
Quelle: Wikipedia, „Roland Ratzenberger“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1994
RAT : BRAStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.