Biografie
David Brabham wurde am 5. September 1965 in London geboren und wuchs in Australien auf. Er ist der jüngste Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Jack Brabham, auch seine Brüder Geoff und Gary fuhren Rennen. Mit 17 Jahren entdeckte er den Kartsport und fuhr ab 1983 in Australien professionell Kart. Es folgten 1985 eine Markenpokal-Serie mit dem Ford Laser, dann die Formel Ford 1600 und die australische Formel 2. Deren Meisterschaft gewann er 1987. Sie bestand in jenem Jahr aus nur einem Rennen im Rahmenprogramm des Großen Preises von Australien in Adelaide. 1989 wechselte er nach Europa und wurde mit dem Team Bowman britischer Formel-3-Meister.
In der Formel 1 fuhr er 1990 für Brabham, das Team mit dem Namen seiner Familie. Bei 14 Meldungen kam er auf acht Starts. In San Marino verpasste er die Qualifikation, sein erstes Rennen bestritt er in Monaco, wo sein Vater 1959 gewonnen hatte. Auch für das Saisonfinale in Australien qualifizierte er sich. Am Ende der Saison wurde er im Team ersetzt. 1991 gewann er mit Naoki Hattori und Anders Olofsson in einem Nissan Skyline die 24 Stunden von Spa.
1994 kehrte er in die Formel 1 zurück, diesmal bei Simtek. Er qualifizierte sich für alle 16 Rennen und startete in jedem. Beim Großen Preis von San Marino starb sein Teamkollege Roland Ratzenberger im Qualifying. Brabham trat zum Rennen an und schied nach einem Aufhängungsschaden aus. Das Team beschloss, die Saison gemeinsam zu Ende zu fahren. Insgesamt stehen für ihn 30 Meldungen und 24 Starts zu Buche, ohne Sieg und ohne Podium.
Ende 1994 verließ er die Formel 1 und wechselte in den Tourenwagensport, zunächst 1995 zu BMW in die britische Meisterschaft BTCC. 1996 gewann er im McLaren F1 GTR die japanische GT500-Meisterschaft, 1997 mit Geoff in einem BMW 320i das Bathurst 1000. Die beiden wurden erst nachträglich zu Siegern erklärt, weil die Teamkollegen Paul Morris und Craig Baird disqualifiziert wurden.
Im Sportwagenrennsport kamen weitere Erfolge hinzu. 1998 gewann er mit Panoz die Professional Sports Car Championship in den USA, 1999 das Rennen Petit Le Mans. 2003 wurde er mit Bentley Zweiter in Le Mans, 2007 und 2008 gewann er dort mit Aston Martin die GT1-Klasse. 2009 siegte er für Peugeot mit Alexander Wurz und Marc Gené im Gesamtklassement der 24 Stunden von Le Mans. Er war der vierte Australier mit diesem Sieg, nach Bernard Rubin, Vern Schuppan und seinem Bruder Geoff. 2009 und 2010 gewann er für Highcroft Racing die Prototypen-Wertung der American Le Mans Series.
Quelle: Wikipedia, „David Brabham“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1994
BRA : GOUStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.