Biografie
Jonathan Palmer wurde am 7. November 1956 in Lewisham, London, geboren. Er besuchte das Brighton College und studierte am Guy's Hospital Medizin, während er in Clubrennen einen Austin-Healey Sprite und einen Marcos fuhr. Er arbeitete zunächst als Arzt in Cuckfield und Brighton und entschied sich nach der Formel Ford von 1978 bis 1980 für den Rennsport als Beruf. 1981 gewann er die britische Formel-3-Meisterschaft und absolvierte 1982 einen Test für Williams. 1983 wurde er Formel-2-Europameister und erhielt vom British Racing Drivers' Club die Gold Star.
In der Formel 1 war Palmer 1982 und 1983 Testfahrer bei Williams. Sein Debüt gab er am 25. September 1983 beim Großen Preis von Europa in Brands Hatch und wurde Dreizehnter. 1984 fuhr er für RAM und kam bei 15 Meldungen 14-mal zum Start. Für Zakspeed ging er 1985 siebenmal an den Start und sah nur in Detroit als Elfter das Ziel. 1986 startete er bei allen 16 Rennen, in Detroit wurde er Achter. Beim Heimrennen in Brands Hatch half er als ausgebildeter Arzt Jacques Laffite nach dessen Unfall in der ersten Runde.
1987 wechselte er eine Woche vor dem Saisonauftakt in Brasilien zu Tyrrell. Der Wagen mit Saugmotor war gegen die Turbo-Konkurrenz im Nachteil, aber zuverlässig. Palmer punktete in drei Rennen, in Australien erreichte er mit Platz vier sein bestes Ergebnis, und er wurde Elfter der Weltmeisterschaft. Außerdem gewann er die Jim-Clark-Trophäe für Fahrer von Saugmotor-Autos. 1988 und 1989 blieb er bei Tyrrell, mit zwei fünften und drei sechsten Plätzen als besten Ergebnissen. Insgesamt bestritt er 83 Grands Prix und sammelte 14 WM-Punkte.
Ende 1989 wurde er Testfahrer bei McLaren und half bei der Entwicklung des Straßenfahrzeugs McLaren F1, mit dem er einen Geschwindigkeitsrekord von 231 mph erzielte. Im Sportwagensport fuhr er von 1983 bis 1990 einen Gruppe-C-Porsche, gewann 1984 mit Jan Lammers die 1000 km von Brands Hatch und wurde 1985 mit James Weaver und Richard Lloyd Zweiter bei den 24 Stunden von Le Mans. 1991 belegte er in der British Touring Car Championship Rang sieben und kommentierte später für die BBC Formel-1-Rennen. Sein Sohn Jolyon fuhr 2016 und 2017 ebenfalls in der Formel 1.
Quelle: Wikipedia, „Jonathan Palmer“. Text unter CC BY-SA 4.0.
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PAL : ALEStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.