Biografie
Joakim "Jo" Bonnier wurde am 31. Januar 1930 in Stockholm geboren. Mit 17 Jahren bestritt er in Schweden seine ersten Rennen auf einem Motorrad, später fuhr er mehrere Rallyes. 1956 debütierte er in der Formel 1 auf Maserati. Im September desselben Jahres überstand er bei einem Rennen in Imola einen schweren Unfall, der seine Laufbahn fast beendet hätte.
1958 fuhr Bonnier für BRM und Maserati, danach bis 1960 für BRM. 1959 gewann er auf dem Circuit Zandvoort den Großen Preis der Niederlande und wurde damit der erste schwedische Sieger eines Formel-1-Grand-Prix. Es blieb sein einziger Sieg und sein einziges Podium in der Weltmeisterschaft. Er beendete die Saison als WM-Achter. 1961 und 1962 fuhr er für Porsche. Nach dem Rückzug der Marke aus dem Grand-Prix-Sport ging er 1963 zum Team von Rob Walker, wo er Cooper und Brabham steuerte. 1966 formierte er sein eigenes Team neu, das als Anglo-Suisse Racing Team antrat und später in Ecurie Bonnier umbenannt wurde. 1968 bestritt er mit Cooper, Honda und McLaren seine letzte volle Saison, danach fuhr er bis 1971 nur noch gelegentlich. Insgesamt kam er zwischen 1956 und 1971 auf 104 Starts.
Neben der Formel 1 nahm Bonnier an vielen Sportwagenrennen teil. Er gewann 1960 und 1963 die Targa Florio, jeweils auf einem Werks-Porsche 718, 1960 mit Hans Herrmann und 1963 mit Carlo Mario Abate. 1962 siegte er mit Lucien Bianchi auf Ferrari bei den 12 Stunden von Sebring. 1964 wurde er mit Graham Hill auf einem Ferrari 330P Zweiter bei den 24 Stunden von Le Mans, 1966 gewann er mit Phil Hill auf Chaparral das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring. 1970 sicherte er sich auf Lola den Titel in der Europäischen 2-Liter-Sportwagen-Meisterschaft. Bei den 24 Stunden von Le Mans trat er 13 Mal an.
Bonnier gehörte zu den treibenden Kräften der Grand Prix Drivers' Association und war bis zu seinem Tod ihr Vorsitzender. Er setzte sich zudem für mehr Sicherheit auf den Rennstrecken ein. Am 11. Juni 1972 kam er bei den 24 Stunden von Le Mans ums Leben, als sein Lola T280 auf der Geraden zwischen der Mulsanne-Kurve und Indianapolis mit einem anderen Wagen kollidierte. Er wurde 42 Jahre alt.
Quoten
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Saison für Saison
1959: Siege 1 · Podien 1 · Starts 7
- 1R3 Niederlande · PoleZandvoortvon Startplatz 1BRMAnalyse →
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Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.