Biografie
Harry Schell wurde am 29. Juni 1921 in Paris geboren und fuhr mit US-amerikanischer Nationalität. Sein Vater Laury betätigte sich zeitweise als Rennfahrer, seine Mutter Lucy O'Reilly Schell führte das Rennteam Ecurie Bleue. Nach dem Zweiten Weltkrieg scheiterte er bei dem Versuch, sich für das Indianapolis 500 von 1946 zu qualifizieren. Danach fuhr er in Europa Cooper in der Formel 3 und der Formel 2.
Sein Formel-1-Debüt gab er 1950 beim Grand Prix von Monaco in einem Cooper. Das Rennen endete für ihn nach einem Unfall an der Hafenschikane, in den ein Großteil des Feldes verwickelt war. Er war der erste US-Amerikaner, der zu einem Formel-1-Grand-Prix antrat. In den folgenden Jahren fuhr er unter anderem für Maserati und Gordini, 1955 auch für Ferrari. Im Maserati-Werksteam war Juan Manuel Fangio sein Teamkollege. Beim Grand Prix von Spanien 1954 übernahm er in einem privaten Maserati vom Start weg die Führung, verlor sie aber durch einen Dreher und schied später mit einem Getriebeschaden aus. Beim Grand Prix von Frankreich 1956 übernahm er das Auto von Mike Hawthorn und fuhr bis auf Rang zwei vor, ehe ein langer Boxenstopp den Vorstoß beendete.
1958 fuhr er für BRM und Maserati und wurde Sechster der Fahrerwertung, seine beste WM-Platzierung. Beim Grand Prix der Niederlande wurde er in diesem Jahr Zweiter, eines seiner beiden Podien. Insgesamt startete er bei 56 Weltmeisterschaftsläufen, ohne zu gewinnen. Außerhalb der Weltmeisterschaft gewann er 1956 den Grand Prix von Caen. Mit Stirling Moss wurde er 1957 Zweiter bei den 12 Stunden von Sebring, 1959 folgte dort ein dritter Platz.
1960 wechselte er zum British Racing Partnership, wo er mit Tony Brooks und Chris Bristow ein Team bilden sollte. In diesem Jahr startete er noch bei einem WM-Lauf. Am 13. Mai 1960 verunglückte er im Training zur International Trophy in Silverstone in seinem Cooper tödlich. Schell hatte sich zuvor für Überrollbügel in europäischen Rennwagen eingesetzt. Mit der 1,5-Liter-Formel von 1961 waren sie in der Formel 1 Standard.
Quoten
Klick auf einen Ring: jedes Rennen dazu, mit Strecke und Analyse.
Saison für Saison
1958: Siege 0 · Podien 1 · Starts 10
In dieser Saison kein Sieg.
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.