Biografie
Bob Gerard, mit vollem Namen Frederick Roberts Gerard, wurde am 19. Januar 1914 in Leicester geboren. Sein Einstieg in den Motorsport gelang 1933 mit einem Riley Nine bei der MCC Land's End Trial, bei der er gleich einen Premier Award gewann. In den 1930er Jahren fuhr er weiter Trials und Sprints und mit einem Riley Sprite auch Rundstreckenrennen, etwa in Donington Park und in Brooklands.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kaufte er einen ERA und setzte ab 1946 den ERA R14B ein, den er für Rundstreckenrennen umbaute. Zwischen 1947 und 1949 gewann er dreimal in Folge die Empire Trophy und zweimal das Jersey Road Race. Beim ersten britischen Grand Prix 1948 wurde er Dritter, im Jahr darauf Zweiter, beide Male hinter Maserati-Piloten. Für 1949 erhielt er den Gold Star des British Racing Drivers' Club.
In der Formel-1-Weltmeisterschaft ging er 1950 und 1951 mit ERA an den Start. Beim britischen Grand Prix 1950 wurde er Sechster und verpasste die Punkte nur knapp, obwohl er von Startplatz 13 ins Rennen gegangen war. Danach fuhr er Cooper, 1953, 1954, 1956 und 1957 in der WM. Insgesamt kam er auf acht Starts ohne WM-Punkte. Nur zweimal kam er in WM-Rennen mit dem Cooper unter die ersten Zehn: 1954 und beim britischen Grand Prix 1957, seinem letzten WM-Lauf. 1957 stieg er auf den neuen Cooper T43 mit Mittelmotor um.
In Großbritannien gewann Gerard in den 1950er Jahren viele Rennen auf den meisten Strecken des Landes. Die Eigentümer von Mallory Park benannten die markanteste Kurve der Strecke nach ihm. Er fuhr bis in die 1960er Jahre weiter, in einem Turner-Sportwagen, und meldete noch bis in die 1980er Jahre Autos für junge Fahrer. Gerard starb am 26. Januar 1990 in South Croxton, Leicestershire.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.