Biografie
Prinz Birabongse Bhanudej Bhanubandh, bekannt als Prinz Bira, wurde am 15. Juli 1914 im Grand Palace in Thailand geboren und gehörte dem Königshaus an. Er besuchte das Eton College in England. 1935 begann er in Brooklands mit dem Rennsport, im Riley Imp des Teams White Mouse Racing seines Cousins Prinz Chula. Auf ihn gehen die thailändischen Rennfarben Hellblau und Gelb zurück.
Noch im selben Jahr erhielt er einen ERA und wurde in seinem ersten Rennen mit diesem Auto Zweiter. 1936 gewann er in Monte Carlo den Coupe de Prince Rainier und holte mit ERA-Rennwagen vier weitere Siege. Im Zweiten Weltkrieg ruhte der Rennsport. Bira bildete Jagdpiloten der Royal Air Force aus und wurde Chefausbilder auf dem Marinefliegerstützpunkt St Merryn, mit Schwerpunkt auf der Segelflugausbildung.
In der Formel-1-Weltmeisterschaft debütierte er 1950 mit einem Maserati. Beim ersten Rennen in Silverstone schied er mit einem Defekt an der Kraftstoffzufuhr aus. Danach wurde er Fünfter in Monaco und Vierter in der Schweiz. Mit fünf Punkten beendete er die Saison auf Rang acht, es blieb sein bester WM-Platz. Es folgten 1951 ein Start mit Maserati, 1952 vier Starts für Gordini und 1953 vier Starts mit Connaught und Maserati. 1954 startete er sechsmal mit Maserati und wurde mit seinem eigenen Maserati beim Großen Preis von Frankreich in Reims Vierter. Das brachte drei Punkte und Rang 17 in der Gesamtwertung. Insgesamt startete er in 19 Weltmeisterschaftsrennen. Außerhalb der WM gewann er zwei Rennen der Formel 1. Er siegte beim Grand Prix des Frontières auf dem Straßenkurs von Chimay. Im Januar 1955 gewann er im Maserati 250F den Großen Preis von Neuseeland in Ardmore und zog sich am Ende dieser Saison vom Rennsport zurück. 1978 kehrte er einmalig beim Macau Grand Prix Race of Giants zurück und wurde Dreizehnter.
Bira trat bei den Olympischen Spielen 1956, 1960, 1964 und 1972 im Segeln an. 1952 flog er mit seinem eigenen Flugzeug von London nach Bangkok. Bis Alexander Albon 2019 in die Formel 1 kam, blieb er der einzige thailändische Fahrer in der Serie. Er starb am 23. Dezember 1985 in London. Der Bira Circuit bei Pattaya ist nach ihm benannt.
Quelle: Wikipedia, „Birabongse Bhanudej“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.