Biografie
Antônio Pizzonia wurde am 11. September 1980 in Manaus geboren. Von 1991 bis 1996 fuhr er Kart, 1997 zog er nach Großbritannien und startete in der Formel Vauxhall Junior, wo er Zweiter wurde und das Winter Festival gewann. 1998 holte er den Meistertitel in dieser Serie und gewann das Winter Festival der Formel Renault. 1999 wurde er Meister der britischen Formel Renault 2.0 und Zweiter im Eurocup, 2000 mit fünf Siegen Meister der britischen Formel 3. 2001 wechselte er in die Formel 3000, gewann ein Rennen und wurde Sechster der Gesamtwertung. 2002 war er Testfahrer bei Williams und beendete die Formel-3000-Saison als Achter.
2003 fuhr er für Jaguar an der Seite von Mark Webber und bestritt 11 Rennen. Gegen Saisonende wurde er durch Justin Wilson ersetzt. 2004 war er wieder Testfahrer bei Williams und übernahm ab dem Großen Preis von Deutschland das Auto von Marc Gené, der den verletzten Ralf Schumacher vertreten hatte. In Deutschland wurde er Siebter und holte seine ersten WM-Punkte, in Ungarn wiederholte er dieses Ergebnis. In Belgien führte er kurz ein Rennen an, schied aber auf Rang drei liegend mit einem Getriebeschaden aus. In Italien punktete er erneut und erreichte mit 369,9 km/h die damals höchste in einem Formel-1-Rennen gemessene Geschwindigkeit, die 2005 Juan Pablo Montoya übertraf. Nach Schumachers Rückkehr endete sein Einsatz. Mit vier Rennen wurde er WM-15., sein bestes Ergebnis in der Gesamtwertung.
2005 erhielt Nick Heidfeld das Williams-Cockpit neben Webber, Pizzonia blieb Testfahrer. Nachdem Heidfeld im Freitagstraining von Monza nach einem Unfall ausgefallen war, kam Pizzonia zu seinem Einsatz und qualifizierte sich als Sechzehnter. In dieser Saison bestritt er fünf Rennen und wurde WM-22. Für 2006 ersetzte ihn Nico Rosberg, ein anderes Cockpit fand er nicht. Seine Bilanz: 20 Starts, keine Podiumsplatzierung.
Danach fuhr er 2006 in der Champ Car World Series für Rocketsports in Long Beach, 2007 kurz in der GP2 bei Fisichella Motor Sport, wo er nach fünf Rennen durch Adam Carroll ersetzt wurde. Ab Juli 2007 startete er in der Stock Car Brasil, außerdem in der Superleague Formula und der FIA-GT1-Weltmeisterschaft. 2012 gewann er bei einem Gaststart in Curitiba beide Auto-GP-Rennen, 2023 gewann er beim BOSS-GP-Auftakt in Paul Ricard beide Läufe.
Quelle: Wikipedia, „Antônio Pizzonia“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 2005
PIZ : WEBStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.