Biografie
Roberto Guerrero wurde am 16. November 1958 in Medellín geboren. Er begann 1972 mit dem Kartsport und gewann bis 1977 zwei nationale Meistertitel in Kolumbien. 1977 besuchte er die Jim Russell Racing School. 1978 gewann er acht Rennen in der britischen Formel Ford 1600. In der britischen Formel 3 holte er 1980 fünf Siege und wurde mit 95 Punkten gemeinsam mit Kenneth Acheson Zweiter der Gesamtwertung. 1981 fuhr er für Maurer Motorsport in der Formel-2-Europameisterschaft, gewann die Jochen-Rindt-Gedächtnistrophäe in Thruxton und wurde mit 16 Punkten Siebter.
In der Formel 1 fuhr er 1982 für Ensign und 1983 für Theodore, nachdem Ensign mit Theodore fusioniert hatte. In diesen beiden Saisons kam er bei 28 Meldungen auf 21 Starts, mehrfach scheiterte er in der Qualifikation. Seinen ersten Start hatte er beim Grand Prix der USA West, wo er von Startplatz 19 losfuhr. Damit war er der erste Kolumbianer, der in einem Formel-1-Rennen am Start stand. Sein bestes Ergebnis war Platz acht beim Großen Preis von Deutschland 1982. 1983 wurde er je einmal Zwölfter in den Niederlanden und beim Europa-Grand-Prix. Punkte holte er nicht.
Nach der Saison 1983 wechselte er in die USA. 1984 gab er sein Debüt in der CART-Serie für Bignotti-Cotter, wurde Zweiter beim Indianapolis 500 und wurde sowohl in der CART-Serie als auch in Indianapolis als bester Neuling ausgezeichnet, in Indianapolis gemeinsam mit Michael Andretti. 1987 gewann er zwei CART-Rennen, in Phoenix und in Mid-Ohio, und wurde in Indianapolis erneut Zweiter, diesmal hinter Al Unser Sr. Er beendete die Saison als Vierter der Gesamtwertung. Wenige Tage nach dem Sieg in Mid-Ohio verunglückte er bei einem Test in Indianapolis und verpasste die letzten drei Rennen des Jahres.
1992 stand er beim Indianapolis 500 mit einem Auto von King Racing auf der Pole-Position und stellte dabei einen Qualifying-Rekord auf, der bis 1996 Bestand hatte. In der Einführungsrunde drehte er sich jedoch und verunfallte, sodass er das Rennen nicht aufnehmen konnte. Insgesamt wurde er in Indianapolis zweimal Zweiter und fünfmal unter den ersten Fünf. In der neuen Indy Racing League wurde er 1996 mit 237 Punkten Vierter der Gesamtwertung. Sein letztes Indy-Car-Rennen fuhr er im Jahr 2000 in Kentucky. 1988 nahm er an der International Race of Champions teil. Von 2009 bis 2013 kommentierte er Rennen der American Le Mans Series und der Grand-Am-Serie live im Fernsehen.
Quelle: Wikipedia, „Roberto Guerrero“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1983
GUE : CECStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.