Biografie
Johnny Cecotto wurde 1956 in Caracas als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Sein Vater war selbst Motorradrennfahrer. Cecotto gewann 1973 und 1974 die venezolanische Straßenmeisterschaft und wurde 1975 mit 19 Jahren Weltmeister in der 350er-Klasse. Er war damit der bis dahin jüngste Motorrad-Weltmeister, bis Loris Capirossi 1990 mit 17 Jahren den Titel in der 125er-Klasse holte. Er gewann außerdem 1976 das Daytona 200 und mehrfach das Imola 200, 1978 wurde er Weltmeister in der Formula 750. Nach der Saison 1980 beendete er mit 24 Jahren seine Motorradkarriere.
Sein Weg im Automobilsport begann 1980 in der Formel 2 mit Minardi. 1982 gewann er für March-BMW drei Rennen und lag am Saisonende punktgleich mit seinem Teamkollegen Corrado Fabi, unterlag aber in der Wertung und wurde Zweiter.
In der Formel 1 fuhr Cecotto 1983 für Theodore. Er wurde bei 13 Meldungen in neun Rennen eingesetzt und beendete die Saison auf Rang 19 der Weltmeisterschaft. In seinem zweiten Rennen in Long Beach wurde er Sechster. Dieses Ergebnis blieb das beste eines venezolanischen Fahrers, bis Pastor Maldonado 2012 den Großen Preis von Spanien gewann. 1984 wechselte er zu Toleman, wo Ayrton Senna sein Teamkollege war. Auch in diesem Jahr kam er auf neun Starts bei zehn Meldungen. Im Training zum Großen Preis von Großbritannien verunglückte er schwer, was faktisch das Ende seiner Formel-1-Karriere bedeutete. Insgesamt kam er auf 18 Starts.
Nach seiner Genesung kehrte er in den Wettbewerb zurück und fuhr im Tourenwagensport. 1985 wurde er für das BMW-Team von Schnitzer Zweiter bei den 24 Stunden von Spa. 1986 fuhr er für Volvo und gewann das Guia Race in Macau. 1989 wurde er italienischer Tourenwagenmeister. Von 1988 bis 1992 startete er in der DTM und wurde 1990 Vizemeister. Er siegte 1990 bei den 24 Stunden von Spa und 1992 bei den 24 Stunden vom Nürburgring. Für BMW gewann er 1994 und 1998 den Super Tourenwagen Cup, 2001 und 2002 mit einem Opel Omega die V8Star-Serie. Auch seine Söhne Johnny Cecotto Jr. und Jonathan Cecotto wurden Rennfahrer.
Quelle: Wikipedia, „Johnny Cecotto“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1984
CEC : SENStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.