Raffaele
Marciello
Biografie
Raffaele Marciello wurde am 17. Dezember 1994 in Zürich geboren und besitzt die schweizerische und die italienische Staatsbürgerschaft. Er begann 2005 mit dem Kartsport und fuhr in verschiedenen europäischen Meisterschaften, bis er 2010 in der Klasse KF2 angekommen war. Im selben Jahr wechselte er in die neu gegründete italienische Formel Abarth und wurde für JD Motorsport Gesamtdritter. Er wurde ausserdem Mitglied der Ferrari Driver Academy. 2011 folgte die italienische Formel 3 bei Prema Powerteam, wo er ebenfalls Dritter wurde. 2012 startete er für Prema parallel in der Formel-3-Euroserie und in der wiederbelebten FIA-Formel-3-Europameisterschaft. Er wurde Dritter der Euroserie und Zweiter der Europameisterschaft, in beiden Serien holte er die meisten Siege aller Fahrer. 2013 siegte er in 13 Rennen und sicherte sich den Titel der FIA-Formel-3-Europameisterschaft ein Rennen vor Saisonende.
In der GP2-Serie fuhr er 2014 für Racing Engineering. Seinen ersten Sieg holte er im Hauptrennen in Spa-Francorchamps bei Regen, die Saison beendete er als Achter. 2015 wurde er für Trident Siebter, 2016 für Russian Time Vierter mit sechs Podestplätzen. Sein Debüt in einem Formel-1-Auto gab er am 26. November 2014 im Ferrari F14 T beim Test nach der Saison in Abu Dhabi und erzielte die zweitschnellste Zeit. 2015 war er Test- und Ersatzfahrer bei Sauber. Im Januar 2016 wurde bekannt, dass Sauber sich von ihm getrennt hatte und er die Ferrari Driver Academy verlassen hatte. Ein Rennen zur Formel-1-Weltmeisterschaft bestritt er nicht.
2017 wechselte Marciello in den GT-Sport und fuhr für AKKA ASP einen Mercedes-AMG GT3 in der Blancpain GT Series. Bei den 24 Stunden von Spa stand er auf der Pole-Position und wurde mit seinem Team Dritter. 2018 wurde er Werksfahrer von Mercedes-AMG, gewann mit Michael Meadows den Titel im Sprint Cup und siegte bei den 10 Stunden von Suzuka. 2019 gewann er mit Team GruppeM erstmals den FIA GT World Cup in Macau. Ab 2022 fuhr er mit Schweizer Lizenz. In diesem Jahr wurde er mit Team Landgraf ADAC-GT-Masters-Meister. Mit AKKodis ASP gewann er die 24 Stunden von Spa und mit Jules Gounon und Daniel Juncadella den Endurance Cup. Ausserdem sicherte er sich die Gesamtwertung der GT World Challenge Europe. 2023 verteidigte er mit Gounon den Titel im Endurance Cup. Im November 2023 gewann er in Macau erneut den GT World Cup, sein letztes Rennen für Mercedes.
2024 wechselte er als Werksfahrer zu BMW und startete für das Team WRT im BMW M Hybrid V8 in der Hypercar-Klasse der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Mit seinem Team wurde er in Fuji Zweiter, es war der erste Podestplatz von BMW in der obersten WEC-Klasse. 2025 gewann er mit Augusto Farfus, Jesse Krohn und Kelvin van der Linde das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Dazu kamen ein zweiter Platz beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst und ein Sieg beim 1000-km-Rennen von Suzuka. In der Intercontinental GT Challenge wurde er Zweiter hinter Kelvin van der Linde.
Quelle: Wikipedia, „Raffaele Marciello“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Für diesen Fahrer gibt es keine Rennstarts.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.