Biografie
Piercarlo Ghinzani wurde am 16. Januar 1952 in Riviera d'Adda geboren. Er begann im Motorsport in der Formel Ford und stieg dann in die Formel 3 auf, zunächst beim Allegrini Team, ab 1976 bei Euroracing. 1977 gewann er die Formel-3-Europameisterschaft und bescherte damit dem Chassislieferanten March den ersten europäischen Titel in dieser Klasse. 1979 wurde er italienischer Formel-3-Meister. Zwischendurch bestritt er 1978 ein Formel-2-Rennen in Pergusa, das er mit einem March-BMW als Vierter beendete.
Sein Formel-1-Debüt gab er 1981 beim Großen Preis von Belgien in Zolder. Enzo Osella holte ihn damals als Ersatz für den verletzten Miguel Angel Guerra ins Auto. 1983 testete er für Tyrrell, doch Ken Tyrrell entschied sich für Michele Alboreto und Danny Sullivan. Ghinzani unterschrieb daraufhin bei Osella und blieb dort auch 1984. In diesem Jahr wurde er beim Großen Preis von Dallas Fünfter. Es blieb sein einziger Punktgewinn und bedeutete Rang 19 in der Weltmeisterschaft. 1985 begann er bei Osella und wechselte zur Saisonmitte zu Toleman, wo Teo Fabi sein Teamkollege war. 1986 fuhr er wieder für Osella, 1987 für Ligier an der Seite von René Arnoux und 1988 für Zakspeed, wo sein bestes Ergebnis ein 14. Platz in Hockenheim war. 1989 kehrte er zu Osella zurück und fuhr neben Nicola Larini. Vor dem Saisonfinale in Australien kündigte er seinen Rücktritt aus der Formel 1 an. Insgesamt kam er auf 72 Starts bei 111 Meldungen, ohne Podium.
Neben der Formel 1 fuhr Ghinzani 1982 für das Lancia-Sportwagenteam und gewann gemeinsam mit Alboreto in Mugello einen Lauf der Gruppe-C-Weltmeisterschaft. Zwischen 1980 und 1983 nahm er viermal am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil, kam aber nie ins Ziel. 1992 gründete er das Team Ghinzani, das in mehreren nationalen und europäischen Formel-3-Meisterschaften antrat und von 2005 bis 2009 den A1 Team Italy im A1 Grand Prix betreute.
Quelle: Wikipedia, „Piercarlo Ghinzani“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1989
GHI : LARStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.