Biografie
Louis Chiron wurde am 3. August 1899 in Monte Carlo geboren. Als Jugendlicher arbeitete er als Hotelpage im Hôtel de Paris, dort begann sein Interesse an Autos und Rennen. Im Ersten Weltkrieg war er als Fahrer für die Marschälle Pétain und Foch tätig. 1923 startete er mit einem Bugatti Brescia bei Bergrennen, 1926 wechselte er mit einem Bugatti T35 in den Grand-Prix-Sport und gewann noch im selben Jahr den Grand Prix du Comminges.
Ab 1928 fuhr Chiron als Werksfahrer für Bugatti und zugleich für das Privatteam von Alfred Hoffman. Er gewann 1928 den Grand Prix von Italien, 1929 den von Deutschland und 1930 den von Belgien. 1931 siegte er im Bugatti T51 in Monaco und Frankreich. Den Grand Prix der Tschechoslowakei gewann er 1931, 1932 und 1933. Nachdem seine Zeit als Bugatti-Werksfahrer Ende 1932 geendet hatte, gründete er mit Rudolf Caracciola die Scuderia CC und fuhr ab der Mitte der Saison 1933 für Alfa Romeo bei der Scuderia Ferrari. Gemeinsam mit Luigi Chinetti gewann er in jenem Jahr die 24 Stunden von Spa. 1934 siegte er im Alfa Romeo P3 beim Grand Prix von Frankreich in Montlhéry gegen die Werkswagen von Mercedes-Benz und Auto Union. 1936 fuhr er für Mercedes-Benz und holte in Monaco die Pole-Position, schied dort aber nach einem Unfall in der ersten Runde aus. Nach einem weiteren Unfall beim Deutschen Grand Prix entschied er sich zum Rückzug aus dem Grand-Prix-Sport. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er zurück und gewann im Talbot-Lago zwei französische Grands Prix.
In der ersten Formel-1-Weltmeisterschaft 1950 fuhr Chiron für Maserati. In Monaco wurde er mit 50 Jahren Dritter, sein einziger Podiumsplatz und seine einzige Punkteplatzierung. Er beendete die Saison auf Rang 9 der WM. Bis 1958 wurde er mit Maserati, Talbot-Lago, O.S.C.A. und Lancia für 19 Läufe gemeldet und startete in 15 Rennen. 1954 gewann er mit Ciro Basadonna die Rallye Monte Carlo. 1955 wurde er im Lancia D50 mit 55 Jahren Sechster in Monaco und damit zum ältesten Fahrer, der je ein Rennen der Formel-1-WM startete. 1958 nahm er mit 58 Jahren am Training zum Grand Prix von Monaco teil.
Nach seiner aktiven Zeit behielt Chiron eine leitende Funktion bei den Organisatoren des Grand Prix von Monaco. Sie ehrten ihn mit einer Statue an der Strecke und benannten die Schwimmbad-Schikane nach ihm. Auch der Bugatti Chiron trägt seinen Namen. Louis Chiron starb am 22. Juni 1979.
Quoten
Klick auf einen Ring: jedes Rennen dazu, mit Strecke und Analyse.
Saison für Saison
1950: Siege 0 · Podien 1 · Starts 5
In dieser Saison kein Sieg.
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.