Biografie
Der Schweizer Rennfahrer Jean-Denis Délétraz wurde am 1. Oktober 1963 in Genf geboren. Früh in seiner Karriere feierte er zwei Siege in der Formel Ford. Von 1985 bis 1987 fuhr er in der französischen Formel 3 und wurde 1987 Vierzehnter der Gesamtwertung. Von 1988 bis 1991 startete er in der Formel 3000 und erreichte 1988 zwei dritte Plätze. 1992 und 1993 war er in der französischen Tourenwagen-Meisterschaft und im Porsche Supercup unterwegs. 1994 fuhr er für das SEAT-Werksteam in der französischen Tourenwagen-Meisterschaft, wurde Dreizehnter der Gesamtwertung und erzielte in Nogaro mit Rang fünf sein bestes Rennergebnis.
In der Formel 1 bestritt Délétraz drei Rennen. Sein Debüt gab er beim Saisonfinale 1994 in Australien für Larrousse, wo er im zweiten Auto Érik Comas ersetzte. Er startete von Platz 25 und fiel in der 57. Runde mit einem Getriebeschaden aus. 1995 fuhr er für Pacific. Beim Großen Preis von Portugal war er im Qualifying Letzter und gab das Rennen nach 14 Runden auf. Am Nürburgring wurde er Fünfzehnter und damit Letzter im Ziel, sieben Runden hinter dem Sieger. Beim folgenden Rennen ersetzte ihn Bertrand Gachot.
Nach der Formel 1 konzentrierte sich Délétraz auf den Langstreckensport. 1995 fuhr er bei den 24 Stunden von Le Mans und in der BPR Global GT Series. 1996 fuhr er für FIRST Racing. Zwei Jahre lang fuhr er in der BPR Global GT Series einen McLaren F1 GTR, 1997 folgte der Wechsel in die FIA-GT-Meisterschaft, in der FIRST Lotus Elise GT1 einsetzte. 2001 und 2002 gewann er in Le Mans die Klasse LMP675. 2002 holte er mit Andrea Piccini im Ferrari 550 vier Siege und wurde Fünfter der FIA-GT-Meisterschaft. 2006 wurden er und Piccini im Aston Martin DBR9 von Phoenix Racing Zweite der Meisterschaft. 2007 gewann er mit Marcel Fässler und Fabrizio Gollin im Chevrolet Corvette C6.R das 24-Stunden-Rennen von Spa und wurde mit Mike Hezemans Vierter der Meisterschaft. 2008 gewann er mit Fässler beide Rennen in Bukarest. 2012 nahm er mit einem Lola B12/80 in der LMP2-Klasse an der ersten Saison der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft teil. Sein Sohn Louis ist ebenfalls Rennfahrer.
Quelle: Wikipedia, „Jean-Denis Delétraz“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Teamduell 1995
DEL : MONStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.