Biografie
Hermann Lang wurde 1909 in Cannstatt bei Stuttgart geboren. Er arbeitete als Motorradmechaniker und fuhr zunächst Amateurrennen auf dem Motorrad, später mit dem Seitenwagen. Mit 22 Jahren gewann er die deutsche Bergmeisterschaft der Gespanne. Bei Mercedes arbeitete er als Mechaniker und wurde dort Fahrer im Grand-Prix-Team.
1937 gewann Lang in Tripolis sein erstes großes Rennen und siegte dort drei Jahre in Folge. 1938 holte er den Sieg bei der Coppa Ciano in Livorno. 1939 gewann er fünf der acht Grands Prix, bei denen er an den Start ging, darunter die Rennen in Belgien, Pau, der Schweiz und erneut Tripolis. Die deutsche Motorsportbehörde erklärte ihn zum Europameister von 1939. Der Titel gilt jedoch als inoffiziell, da ihn nicht der zuständige Verband AIACR vergeben hatte.
Nach dem Krieg gewann Lang 1946 mit einem BMW das erste Nachkriegsrennen in Deutschland am Ruhestein. 1952 siegte er mit Fritz Riess auf einem Mercedes 300 SL bei den 24 Stunden von Le Mans. In der Formel-1-Weltmeisterschaft startete er 1953 für Maserati bei einem Rennen und wurde Fünfter beim Großen Preis der Schweiz, was Rang 15 in der Gesamtwertung bedeutete. 1954 fuhr er beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring für Mercedes. Er startete von Platz 11 und schied nach zehn Runden nach einem Dreher aus. Danach beendete er seine Rennfahrerlaufbahn und kehrte zu seiner Arbeit im Mercedes-Werk zurück. Lang starb 1987.
Quoten
Saison für Saison
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.