Biografie
Der Chilene Eliseo Salazar wurde am 14. November 1954 in Santiago geboren. Vor dem Aufstieg in die Formel 1 fuhr er 1980 in der britischen Formel-1-Meisterschaft einen Williams FW07. Zudem gewann er die BRDC International Trophy in Silverstone. 1981 wechselte er in die Formel 1 und debütierte beim Grand Prix der USA West für March. Im Laufe der Saison wechselte er zu Ensign und wurde Sechster beim Grand Prix der Niederlande. Die Weltmeisterschaft schloss er auf Platz 18 ab.
1982 fuhr Salazar für ATS und belegte den 22. WM-Rang. Beim Grand Prix von San Marino wurde er Fünfter, in einem Rennen, an dem wegen des Streits zwischen FISA und FOCA nur sieben Teams teilnahmen. Beim Deutschland-Grand-Prix kollidierte er mit dem Führenden Nelson Piquet, der ihn gerade überholte. Nachdem beide Fahrer ausgestiegen waren, ging Piquet wütend auf ihn los. 1983 war er für RAM sechsmal gemeldet, qualifizierte sich aber nur zweimal für das Rennen. In Jacarepaguá wurde er Vierzehnter, in Long Beach schied er mit Getriebeschaden aus. Insgesamt kam er auf 24 Starts und drei WM-Punkte.
Nach der Formel 1 fuhr Salazar einzelne Rennen in der Formel 3000 und der südamerikanischen Formel 3, jedoch mit wenig Erfolg. In Chile begann er, Rallyes zu fahren. Ende der 1980er Jahre startete er in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und gewann 1988 die Klasse C1 beim 1000-km-Rennen von Fuji auf einem Spice. Für das Jaguar-Werksteam wurde er 1989 mit Alain und Michel Ferté Achter in Le Mans. 1990 räumte er im Jaguar mit der Nummer 3 seinen Platz für Martin Brundle, dessen eigenes Auto ausgefallen war. Brundle nahm in diesem Wagen die Zielflagge entgegen, während Salazar in die Nummer 4 wechselte, die nach 20 Stunden mit mechanischen Problemen ausfiel. Autosport wählte ihn 1990 zum Sportsman of the Year.
1994 fuhr er für das Ferrari-Momo-Werksteam in der IMSA-Serie, 1995 für Dick Simon Racing in der CART-Serie. Beim Indianapolis 500 jenes Jahres startete er von Platz 33 und wurde Vierter. Ab 1996 trat er in der IRL an, gewann 1997 in Las Vegas und wurde in der Gesamtwertung 2000 Vierter und 2001 Fünfter. 2000 wurde er in Indianapolis Dritter. Nach einem schweren Unfall bei Testfahrten 2002 beendete er seine Indycar-Laufbahn und fuhr später in der American Le Mans Series. Ab 2004 bestritt er Rallyes in Chile, 2005 und 2006 Rennen der Grand Prix Masters und 2009 sowie 2010 die Rallye Dakar.
Quelle: Wikipedia, „Eliseo Salazar“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.