Biografie
Chico Landi wurde am 14. Juli 1907 in São Paulo geboren. Seine Familie stammte aus Italien, und über seinen Vater, der in São Paulo eine Werkstatt führte, kam er zum Rennsport. Schon mit elf Jahren verließ er die Schule, um als Mechaniker zu arbeiten. 1934 bestritt er sein erstes Rennen, den zweiten Grand Prix von Rio, und führte dort bis acht Runden vor dem Ziel, ehe sein Motor aufgab. Gemeinsam mit Manuel de Teffé und Irineu Corrêa machte er den Motorsport in Brasilien Mitte der 1930er Jahre bekannt. 1938 ging er ins Ausland und wurde in Bern Achter. 1941 gewann er den Grand Prix von Rio de Janeiro.
1948 siegte Landi im Ferrari beim Grand Prix von Bari, der nach dem Formel-2-Reglement ausgetragen wurde. 1952 wurde er im Ferrari 375 Zweiter beim Grand Prix von Albi, einem Rennen außerhalb der Weltmeisterschaft.
In der Formel-1-Weltmeisterschaft debütierte er am 16. September 1951 für Ferrari. 1952 und 1953 startete er jeweils zweimal für Maserati, 1956 startete er einmal im Maserati. Beim Großen Preis von Argentinien 1956 wurde er in einem Auto, das er sich mit Gerino Gerini teilte, Vierter und erhielt dafür 1,5 Punkte. Das brachte ihm Platz 25 in der Weltmeisterschaft. Insgesamt kam er auf sechs Starts. Er war der erste Brasilianer in einem WM-Grand-Prix und der erste, der dort Punkte holte.
1960 gewann Landi zusammen mit Christian "Bino" Heins im Alfa Romeo JK 2000 die Mil Milhas Brasil. Erstmals siegte bei diesem Rennen ein in Brasilien gebautes Auto. Landi starb am 7. Juni 1989.
Quoten
Saison für Saison
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.