Biografie
Bruno Senna wurde am 15. Oktober 1983 in São Paulo geboren und ist ein Neffe des dreifachen Weltmeisters Ayrton Senna. Mit fünf Jahren begann er mit dem Kartsport. 2004 bestritt er sechs Rennen der britischen Formel BMW für Carlin. 2005 wechselte er in die britische Formel 3 zum Team Räikkönen Robertson Racing und wurde Zehnter, 2006 beendete er die Saison mit fünf Siegen als Gesamtdritter. 2007 fuhr er für Arden in der GP2-Serie und kam mit einem Sieg und drei Podestplätzen unter die ersten Zehn der Gesamtwertung. 2008 gewann er für iSport das Hauptrennen in Monte Carlo und wurde hinter Giorgio Pantano Vizemeister. 2009 fuhr er für Oreca in der Le-Mans-Serie.
In der Formel 1 debütierte Senna 2010 bei HRT, sein Teamkollege war zunächst Karun Chandhok. Beim Großen Preis von Großbritannien saß Sakon Yamamoto in seinem Auto, in Deutschland kehrte Senna ins Cockpit zurück. Er startete in 18 Rennen und wurde WM-23. 2011 war er zunächst Test- und Ersatzfahrer bei Renault und übernahm ab dem Großen Preis von Belgien das Auto von Nick Heidfeld. In Spa qualifizierte er sich als Siebter und wurde im Rennen Dreizehnter, in Monza holte er als Neunter seine ersten WM-Punkte. Beim Saisonfinale in seiner Heimat Brasilien startete er von Platz neun. In acht Rennen reichte es für Rang 18 der Gesamtwertung.
2012 fuhr Senna für Williams an der Seite von Pastor Maldonado. In Malaysia wurde er Sechster und erzielte acht Punkte, in China Siebter, und in Belgien fuhr er die schnellste Rennrunde. Er beendete das Jahr mit 31 Punkten auf Rang 16, danach entschied sich Williams für Valtteri Bottas. Insgesamt kam Senna auf 46 Starts, ohne Sieg und ohne Podestplatz. Im Juli 2012 erhielt er die Lorenzo-Bandini-Trophäe.
Nach der Formel 1 fuhr Senna ab 2013 für Aston Martin Racing in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und in Le Mans und gewann in Silverstone. Von 2014 bis 2016 startete er für Mahindra in der Formel E, 2015 wurde er Werksfahrer im GT3-Projekt von McLaren. 2017 gewann er mit Julien Canal für Rebellion Racing den Titel in der LMP2-Klasse, entschieden wurde er im letzten Rennen in Bahrain. Daneben arbeitete er 2014 und 2016 als Fernsehexperte für Sky Sports und Channel 4, 2022 wurde er Entwicklungspilot und Botschafter der Airspeeder-Serie.
Quoten
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Teamduell 2012
SEN : MALStatistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.