Biografie
André Lotterer wurde 1981 in Duisburg geboren und wuchs in Nivelles in Belgien auf, wo er mit sieben Jahren mit dem Kartsport begann. Er fuhr in der deutschen und der britischen Formel 3 und wurde 2002 Testfahrer des Jaguar-Formel-1-Teams. Für 2003 bekam er dort kein Renncockpit, das Team entschied sich für Mark Webber und Antônio Pizzonia. Ende 2002 bestritt er zudem ein Champ-Car-Rennen für Dale Coyne Racing in Mexiko, wurde Zwölfter und holte damit einen Punkt.
Danach ging er nach Japan. Ab 2003 fuhr er in der Formel Nippon, der heutigen Super Formula, bis 2017, gewann dort 24 Rennen und 2011 den Meistertitel. In der Super GT wurde er 2006 und 2009 Meister. 2009 debütierte er bei den 24 Stunden von Le Mans in einem Audi des Privatteams Kolles und wurde Siebter. 2010 fuhr er für Audi Sport und wurde Zweiter, 2011 gewann er mit Marcel Fässler und Benoît Tréluyer das Rennen mit 13 Sekunden Vorsprung auf Peugeot. Insgesamt gewann er Le Mans dreimal mit Audi. 2012 wurde er mit denselben Partnern Weltmeister der neu geschaffenen Langstrecken-WM.
In der Formel 1 kam er 2014 zu einem einzigen Start: Beim Grand Prix von Belgien ersetzte er bei Caterham Kamui Kobayashi, qualifizierte sich als 21. vor Teamkollege Marcus Ericsson und schied nach einer Runde mit einem technischen Defekt aus. Eine Einladung für den Grand Prix von Italien lehnte er ab: Das Team wollte im ersten Training Roberto Merhi einsetzen, er selbst wollte wegen mangelnder Erfahrung alle Trainingsmöglichkeiten nutzen.
Von 2017 bis 2023 fuhr er in der Formel E für Techeetah, Porsche und Andretti. Er stand mehrfach auf dem Podium, sein erstes Mal 2018 in Santiago, und holte 2019 in Rom seine erste Pole-Position in der Formel E. 2024 gewann er mit Porsche zusammen mit Kévin Estre und Laurens Vanthoor seinen zweiten Titel in der Langstrecken-WM. Im Dezember 2024 wechselte er zu Genesis.
Quelle: Wikipedia, „André Lotterer“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
Saison für Saison
Gelb: Saison mit Titel, lila: gewählte Saison. Klick auf eine andere Saison: jeder Sieg und jedes Podium mit Strecke.
Gelb: Saison mit WM-Titel.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.