Robert
Wickens
Biografie
Der Kanadier Robert Wickens begann 2001 mit dem Kartsport. In den Jahren 2002, 2003 und 2005 gewann er in verschiedenen Klassen die Sunoco Ron Fellows Karting Championship. 2005 stieg er in die Formel BMW USA ein und wurde Gesamtdritter sowie bester Neuling. 2006 blieb er zunächst in der Formel BMW USA, wechselte aber nach wenigen Rennen zu EuroInternational, als er Red-Bull-Junior wurde. Er gewann drei Rennen und die Meisterschaft. 2007 wurde er in der Champ Car Atlantic für Red Bull/Team Forsythe mit einem Sieg Dritter der Gesamtwertung.
2008 fuhr er in der Formel Renault 3.5 für Carlin, gewann in Silverstone und wurde Zwölfter. Daneben bestritt er die Formel-3-Euroserie mit Signature-Plus und siegte am Norisring und auf dem Bugatti-Circuit. Beide Rennen wurden wegen zu geringer Distanz nur mit halber Punktzahl gewertet. 2009 gewann er zwei Rennen in der neu aufgelegten FIA-Formel-2-Meisterschaft und wurde Vizemeister hinter Andy Soucek. 2010 belegte er in der GP3-Serie den zweiten Platz. 2011 wurde er für Carlin Meister der Formel Renault 3.5, die Entscheidung gegen seinen Teamkollegen Jean-Éric Vergne fiel im letzten Rennen.
In der Formel 1 kam Wickens nie zu einem Rennstart. Im Juni 2011 nahm ihn Virgin Racing als Ersatzfahrer unter Vertrag. Er absolvierte Geradeaus-Tests im MVR-02 und fuhr beim Grand Prix von Abu Dhabi das erste freie Training. Nach der Saison nahm er dort am Test für junge Fahrer teil, für Marussia Virgin und für Lotus Renault GP. 2012 startete er in der DTM für das wiederbelebte Mercedes-Benz Junior Team und verließ die Serie nach der Saison 2017.
2018 fuhr Wickens in der IndyCar-Serie für Schmidt Peterson Motorsports. Schon bei seinem ersten Rennen in St. Petersburg stand er auf der Pole-Position und führte bis auf die letzten beiden Runden, ehe eine Kollision mit Alexander Rossi ihn aus der Führung warf. Beim Indianapolis 500 wurde er Neunter und als bester Neuling ausgezeichnet. Außerdem wurde er Dritter in Toronto und Zweiter in Mid-Ohio. Ein schwerer Unfall in Pocono am 19. August 2018 beendete seine Saison, die letzten drei Rennen verpasste er. Die Auszeichnung als bester Neuling der Serie erhielt er trotzdem.
2022 kehrte er in der Michelin Pilot Challenge in den Rennsport zurück, für Bryan Herta Autosport in einem Hyundai der TCR-Klasse mit angepasster Handbedienung. Gleich beim ersten Rennen in Daytona wurde er Dritter, später gewann er in Watkins Glen und im Canadian Tire Motorsport Park. 2023 holte er mit Harry Gottsacker den TCR-Titel.
Quelle: Wikipedia, „Robert Wickens“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Für diesen Fahrer gibt es keine Rennstarts.
Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.