Biografie
Mike Thackwell wurde 1961 in Papakura in Neuseeland geboren. Sein Vater Ray war Speedway-Fahrer und Rennfahrer. Als Mike sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Perth in Westaustralien, wo er aufwuchs und mit dem Rennsport begann. Er fuhr zunächst Motocross, wechselte dann zum Kart und wurde mit 14 Jahren westaustralischer Meister. 1975 und 1976 gewann er den Kart-Grand-Prix von Hongkong, danach ging er nach England. Er startete als Neuseeländer.
1978 wurde er Dritter in der britischen Formel-Ford-Serie Star of Tomorrow. 1979 belegte er in der britischen Formel 3 im Werks-March mit fünf Siegen ebenfalls Rang drei. 1980 wechselte er in die Formel 2 und war zugleich Testfahrer bei Tyrrell.
Beim Großen Preis der Niederlande 1980 durfte er kurzfristig einen Arrows fahren, verpasste aber die Qualifikation. Sein Debüt gab er wenige Wochen später in Kanada im Tyrrell, im Alter von 19 Jahren. Nach einer Massenkollision in der ersten Runde wurde das Rennen abgebrochen. Thackwell überließ sein Auto Jean-Pierre Jarier und nahm den Neustart nicht auf, wird aber als Starter geführt. Damit war er der jüngste WM-Starter, bis Jaime Alguersuari 2009 den Rekord übernahm. Beim folgenden Rennen in den USA qualifizierte er sich nicht. 1984 vertrat er in Kanada Jonathan Palmer bei RAM, qualifizierte sich für Platz 25 und schied in Runde 30 mit einem Turbodefekt aus. Insgesamt kam er auf drei WM-Starts ohne Punkte.
In der Formel 2 fuhr er 1981 für Ralt, gewann die International Trophy in Silverstone und wurde trotz eines schweren Testunfalls im Saisonverlauf Gesamtsechster. 1982 fuhr er für kleine Privatteams und kam zweimal unter die ersten drei. 1983 wurde er hinter Palmer Vizemeister, 1984 gewann er mit sieben Siegen aus elf Rennen den Europameistertitel.
1984 fuhr er außerdem zwei CART-Rennen für Penske ohne Punkte. 1985 wurde er Zweiter der neuen Formel 3000 hinter Christian Danner. 1986 gewann er in Pau und gemeinsam mit Henri Pescarolo im Sauber C8 die 1000 km vom Nürburgring. 1987 holte er den Titel in der Formel Pacific in Neuseeland. Ende 1988 beendete er seine Rennfahrerkarriere.
Quelle: Wikipedia, „Mike Thackwell“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.