Biografie
Henri Pescarolo wurde 1942 in Montfermeil bei Paris geboren. Seine Rennfahrerkarriere begann 1965 mit einem Lotus Seven. Matra bot ihm für 1966 ein drittes Auto im Formel-3-Team an, das aber erst zur Saisonmitte fertig wurde. 1967 gewann er mit Matra die Europameisterschaft und stieg 1968 in die Formel 2 auf. Dort war er Teamkollege von Jean-Pierre Beltoise, holte mehrere zweite Plätze und gewann in Albi.
Ende 1968 kam er bei Matra zu seinen ersten Einsätzen in der Formel 1 und startete zweimal. Im April 1969 verunglückte er bei Testfahrten zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Matra-Sportwagen und kehrte erst zur Saisonmitte zurück. Beim Großen Preis von Deutschland steuerte er im August einen Formel-2-Matra auf Rang fünf und gewann die Wertung der kleinen Hubraumklasse. 1970 fuhr er fest für Matra, erneut neben Beltoise, und wurde Dritter beim Großen Preis von Monaco. Es blieb sein einziges Podium. Die Saison beendete er auf Rang zwölf der Weltmeisterschaft. Im selben Jahr gewann er mit Beltoise das 1000-km-Rennen von Buenos Aires.
Matra behielt ihn nicht. Von 1971 bis 1973 trat er im jungen Team von Frank Williams an, in Autos von March, Politoys und Iso-Marlboro. 1974 fuhr er für BRM. In dieser Saison war ein neunter Platz in Argentinien sein bestes Ergebnis, dazu kamen viele Ausfälle. 1975 fehlte er in der Formel 1. 1976 kehrte er in einem Surtees zurück, den BS Fabrications privat einsetzte. Er qualifizierte sich bei neun Meldungen zweimal nicht und wurde beim Großen Preis von Österreich Neunter, sein bestes Resultat des Jahres. Insgesamt kam er auf 57 Starts.
Außerhalb der Formel 1 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans viermal (1972, 1973, 1974 und 1984) und startete dort zwischen 1966 und 1999 insgesamt 33-mal. Hinzu kamen unter anderem der Sieg bei den 24 Stunden von Daytona 1991, bei den 1000 km von Monza 1982 und bei den 6 Stunden vom Nürburgring 1986. 1977 bis 1979 fuhr er in Bathurst, in den 1990er Jahren auch bei der Rallye Dakar. Nach dem Ende seiner Rennfahrerlaufbahn 1999 gründete er das Team Pescarolo Sport, das in Le Mans antrat und dort 2006 Zweiter sowie 2007 Dritter wurde.
Quelle: Wikipedia, „Henri Pescarolo“. Text unter CC BY-SA 4.0.
Quoten
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Saison für Saison
1970: Siege 0 · Podien 1 · Starts 13
In dieser Saison kein Sieg.
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Gelb: Saison mit WM-Titel.
Erfolgreichste Strecken
Wo es die meisten Siege und Podien gab.Statistikdaten: F1DB von Marcel Overdijk und Mitwirkenden, Lizenz CC BY 4.0, von Hotlap Delta aufbereitet.